WordPress für ein Team

WordPress ist nicht umsonst ein sehr beliebtes Werkzeug, um ein Blog oder ein kleines Redaktionssystem aufzusetzen. Auch wenn es mit professionellen Systemen sicher nicht vergleichbar ist, hat es unter der Haube manche versteckte Funktion, die im Einzelfall sehr hilfreich sein kann. In diesem Artikel will ich auf zwei Aspekte eingehen, die einem kleinen Team die Arbeit sehr erleichtern können: Das Rechtesystem und die Möglichkeit, Artikel vor der Veröffentlichung zum „Review“ vorzulegen.

Rechte

WordPress verfügt von Hause aus über eine Reihe von „Rollen“, die einem angemeldeten Benutzer zugewiesen werden können. Jede dieser Rollen ist mit einer festen Menge an Möglichkeiten verbunden, was dieser Benutzer im System tun darf. Die Rollen werden in der Benutzerverwaltung aus einer Dropdown-Liste ausgewählt. Mehr Gedanken muss sich der Administrator nicht machen.

WordPress verfügt über die folgenden Rollen. In dieser Tabelle stelle ich die Rollen in aufsteigender Reihenfolge dar, d.h. der oberste darf am meisten. Bitte beachte, dass die Auswahlliste im Admin-Bereich dies nicht tut (dort sind die Rollen alphabetisch geordnet)!

RolleBedeutung
AdministratorDer Administrator verwaltet den Blog. Er kann einfach alles tun.
RedakteurDer Redakteur kann alle Artikel und Seiten bearbeiten und veröffentlichen.
AutorEin Autor kann alles, was ein Mitarbeiter kann, zusätzlich kann er seine eigenen Artikel veröffentlichen.
MitarbeiterEin Mitarbeiter kann eigene Artikel schreiben und bearbeiten (solange dieser noch nicht veröffentlicht ist). Er kann keine Artikel veröffentlichen und auch die Artikel anderer Autoren nicht einsehen, sofern sie noch nicht veröffentlicht sind.
AbonnentEin Abonnent bekommt Informationen über neue Artikel, die veröffentlicht wurden.

Der Nachteil an den vorgegebenen Rollen ist nun, dass der Mitarbeiter eigentlich eine sehr passende Rolle für einen Gastautor ist. Dieser kann seinen Text einstellen, korrigieren und in Grenzen formatieren, ohne dass ich dies für ihn oder sie tun muss. Dann legt er den Artikel zum „Review“ vor, wo er dann von einem User mit mindestens Redakteurs-Status korrekturgelesen und ggf. freigeschaltet wird.

Der aus meiner Sicht entscheidende Nachteil ist jedoch, dass der Mitarbeiter weder Fotos hochladen, noch bestehende zum Artikel hinzufügen kann. Auch das Artikelbild kann er nicht festlegen. In Anbetracht, dass der Artikel am Ende ja sowieso durch das Korrektorat durch muss, erscheint mir das als eine unnötige Einschränkung. Daher habe ich mich auf die Suche gemacht, was ich dagegen tun kann.

Plugins

Der erste Gedanke ist natürlich, ein Plugin dafür zu suchen, mit dem ich die Rechte erweitern kann. Eines davon ist der User Role Editor. Der Gedanke ist dabei immer, wieviel Arbeitsspeicher das Plugin verbraucht und ob es hinreichend sicher ist. Daher habe ich ausprobiert, ob das Recht „Dateien hochladen“, das ich dem Mitarbeiter gegeben habe, auch nach der Deaktivierung des Plugins noch vorhanden ist.

Und siehe da: Es ist :-)

Gleich die erste Lösung einfach perfekt.

 


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AuthorChristoph Jüngling

Selbständiger Softwareentwickler und Seminarleiter

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