Alexa, like meinen Artikel

Alexa und Co wird (zu) viel nachgesagt. Ist es Technikgläubigkeit, Paranoia, blindes Vertrauen, Unkenntnis oder die Angst, Wichtiges zu verpassen?

Immer – ich meine schon immer – wurden irgendwelche Neuerungen misstrauisch beäugt. Die schlechten Meldungen ziehen Kreise, was auch nichts Neues ist. Dinge, die sich später als skurril herausstellen, werden der ewige Lacher. Als Beispiel sei die Warnung vor der Eisenbahn genannt. Kaum hatte sie die sechs Kilometer zwischen Nürnberg und Fürth bewältigt, kamen schon die ersten wissenschaftlichen Mitteilungen, dass Geschwindigkeiten über 25 km/h über längere Zeit gesundheitsschädlich sind.

Nun also ein Sprachsystem-ähnliches-Ding mit dem man Sachen im Internet bestellen kann. Den Journalistenstoff lieferte hier ein Fernsehsprecher, welcher tausende Puppenstuben bestellte. Lustig, oder? Ist so jedoch nicht möglich, ich habe Alexa in der Küche stehen. Ich stelle mir einen Timer, wünsche mir Musik, frage nach dem Wetter oder möchte wissen, wie der Verkehr auf meiner Arbeitsstrecke ist. Alles irgendwie praktisch und ja, es ging vorher auch ohne. Und wer jetzt genau aufgepasst hat, hat auch gemerkt, dass Alexa meinen Arbeitsort kennt. Und meinen Musikgeschmack. Mit ein wenig Algorithmus weiss sie jetzt auch, ob ich Eier lieber weich oder hart gekocht esse. Ich sage jetzt nicht „na und“. Denn egal ist es nicht. Die Frage ist eine andere. Verliere ich durch all diese neue Technik immer mehr meine Individualität? Verliere ich „mein Gesicht“? Soll ich Alexa in den Müll werfen, aber mein Smartphone behalten? Ich will kein Spinner oder Eremit sein. Doch ich bin immer mehr davon überzeugt, dass ich nichts (wirksames) gegen sammelnde Firmen unternehmen kann. Genauso wenig wie ich nichts gegen die irren Plastikinseln in den Meeren ausrichte, indem ich konsequent auf Papiertüten umsteige. Das müsste die Politik machen, der ich aber nichts zutraue. Wir kommen vom Thema ab, aber ist es nicht so, dass unsere Politiker eine DSGVO produziert haben, die kleineren Firmen viel Stress bereiten wird, während alle „Großen“ eh in anderen Länder hocken?

Fassen wir mal zusammen. Mit ein klein wenig Mut sich auf Neues stürzen, dabei jedoch nicht übermütig werden. Immer darauf achten, dass man nicht blind seine persönlichen Daten in der Gegend herum schmeißt. Und wenn, dann sollte man Google nicht bevorzugt bedienen 😉

„Alexa, Gute Nacht.“
„Schlaf schön.“

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