Unter Freunden tut man sowas nicht

Nachdem immer wieder Warnungen durch Presse und Foren gehen, dass geschäftliche Konten bei Facebook wegen des vermeintlich fehlenden Impressums abgemahnt würden, habe ich mich vor einigen Wochen entschlossen, auch mein berufliches Facebook-Konto nun endgültig löschen zu lassen. Dies sollte inzwischen geschehen sein.

Das Problem dabei ist nicht Facebook selbst, sondern die Art, wie mit dem schon länger bekannten Problem umgegangen wird. Nach meiner Kenntnis bestehen die Juristen darauf, dass ein Impressum auch „Impressum“ heißen und mit maximal zwei Klicks von der Homepage erreichbar sein muss. Facebook aber scheint zu behaupten, „Info“ würde als Begriff ebenfalls genügen und mehr als zwei Klicks seien allemal zumutbar. Auch die Forderung der Juristen, dieselbe Einfachheit auf allen (!) mobilen Devices zu gewährleisten, kann nur Facebook selbst erfüllen. Ich als Kunde habe keine Chance, auf das grundlegende Design von Facebook Einfluss zu nehmen.

Ich verstehe, dass ein internationaler Konzern unter Umständen Schwierigkeiten hat, alle Regeln von allen Ländern dieser Erde einzuhalten. Es scheint jedoch nicht einmal die Motivation zu bestehen, sich damit auseinanderzusetzen.

Da die Lösung also nur von anderen kommen kann, diese aber keine Lust dazu haben, gehe ich. Ich will als Kunde nicht zwischen allen Stühlen zerrieben werden.

Und wieder einmal hat man den Eindruck, dass US-Amerikanern die Regeln anderer Länder herzlich egal sind. Seien es Datenschutzgesetze oder andere. Und sowas nennen unsere Politiker „Freunde“?


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AuthorChristoph Jüngling

Selbständiger Softwareentwickler und Seminarleiter

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