News-Aggregatoren sollen zahlen

Es geht doch immer nur um das liebe Geld … der anderen. Bei Heise.de las ich, dass „gewerbliche Anbieter im Netz wie Suchmaschinenbetreiber und News-Aggregatoren künftig für die Verbreitung von Presseerzeugnissen (wie Zeitungsartikel) im Internet ein Entgelt an die Verlage zahlen (sollen)“.

Eine Reihe von Zeitungsverlagen präsentieren ihre Inhalte seit längerem nicht nur in gedruckter Form, sondern auch parallel auf einer Website. Viele tun dies kostenlos, weil vermutlich werbefinanziert. Je mehr Besucher, die potentielle Werbebannerklicker sind, desto besser dürfte die Kalkulation ausfallen. Dies würde den Verlagen damit genommen werden.

Wenn ich bedenke, wie oft ich mich durch einen interessanten Anreißtext auf http://news.google.de motiviert sehe, zum Ziel weiterzuklicken, dann sollten sie solchen Aggregatoren sogar dankbar sein für das Interesse, das diese damit wecken. Teilweise lande ich bei Institutionen, von denen ich nie zuvor gehört habe.

Wenn ich dann noch bedenke, wie viel Zeit ich brauchen würde, bei all diesen Institutionen (würde ich sie denn überhaupt kennen) alle News durchzugehen, dann kann ich mir keinen größeren Vorteil vorstellen als einen kostenlosen Dienst, der die Vorselektion durchführt. Aus der Sicht der News-Anbieter sehe ich also nur Vorteile.

Aus der Sicht eines Besuchers hingegen steht und fällt alles mit dem Vertrauen in Dienste wie Google, mir die „richtigen“ Inhalte anzubieten und keine Zensur vorzunehmen. Wobei diese beiden Punkte schwer gegeneinander abgrenzbar sind.


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AuthorChristoph Jüngling

Selbständiger Softwareentwickler und Seminarleiter

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