Testdaten für die Datenbank

ACCESS + Pfeil nach linksDie Datenbank ist fertig, die Applikation geschrieben, alle sind froh. Nur der Tester nicht, für den beginnt die Arbeit jetzt erst richtig. Ein wichtiges Kapitel dabei sind Testdaten, besonders bei einer Datenbanklösung. Eine Hand voll Testadressen hat man meist im Kopf, sei es nun die Crew der Enterprise oder einfach die eigene Familie. Aber — Hand auf’s Herz — mehr geht einfach nicht, da ist die Fantasie an ihrer Grenze.

Nun lässt sich so ein Access von 10 Datensätzen nicht aus der Ruhe bringen. Selbst 100 oder 1000 sind noch geradezu lächerlich, da gibt es noch keinerlei Performance-Aspekte zu bedenken. Es ist zwar nicht verkehrt, solche Dinge von Anfang an in das Konzept mit einzubeziehen, also Regeln wie „lade nur die Daten, die du auch wirklich brauchst“ zu beherzigen, aber dass Access merklich in’s Stottern geraten würde, ist auch bei 10.000 Datensätzen pro Tabelle nicht wirklich zu befürchten.

Fake Data

Die Gemeinschaft der Internetnutzer regt sich gerade massiv über „Fake News“ auf. Das ist naturgemäß etwas anderes, denn dabei wird ja behauptet, die Wahrheit zu schreiben. Bei „Fake Data“, wie man Testdaten auch nennen könnte, sieht das ein wenig anders aus. Der Tester möchte die Datenbank gern unter realistischen Bedingungen testen, und dazu braucht er mehr als nur eine Million mal „Dies ist ein Test“. Fake Data müssen also realistisch sein, aber nicht notwendigerweise real.

Die Verschiedenartigkeit der Daten spielt eine wichtige Rolle, wenn man eine Datenbank wirklich belasten will. Abgesehen davon, dass die Datensätze bei völliger Gleichartigkeit nicht voneinander zu unterscheiden sind, wäre weder einem Funktions- noch einem Performancetest damit geholfen, wenn jeder Test das selbe Ergebnis liefert. Nicht mal eine gut/schlecht-Unterscheidung wäre dann noch möglich.

Wenn es um Adressdaten geht, ist der Fakenamegenerator eine gute Hilfe. Mit „Order in Bulk“ lassen sich tausende Adressen generieren, wobei die Vielfalt sehr gut eingestellt werden kann. Wer mal eben schnell eine Testadresse mit allem Drum und Dran braucht, klickt zum Beispiel auf diesen Link.

Wie der Betreiber selbst in seinen FAQ sagt, hält er den Generator nicht für illegal, solange nicht behauptet wird, die Daten seien real. Und das haben wir mit unseren Testdaten ja auch nicht vor, denn sonst hießen Sie wohl kaum „Testdaten“ 🙂

Beitragsbild: Flickr, Autorin Sarah Stewart, Lizenz CC BY 2.0

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AuthorChristoph Jüngling

Selbständiger Softwareentwickler und Seminarleiter

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