AEK 22: Reibereien mit Ribbons (Hubert Münst)

Ribbons waren vor über 10 Jahren Microsofts Ersatz für Menüs und Symbolleisten, und sie sind auch heute immer noch ein Reizthema. Was seinerzeit Stand der Technik war, wurde schnell zu einem vergessenen Thema. Die Ribbons ersetzten alles, was der Bediener noch wissen musste – und das war und ist schwierig genug.

Ribbons bestehen aus Tabs, Gruppen und Controls. Dadurch hat man quasi eine Kombination aus Menü und Symbolleiste in einer Form. Die Definition geschieht über XML in einer Tabelle USysRibbons („Systemobjekte anzeigen“), die der Entwickler anzupassen hat. Kann man machen, muss man aber nicht.

Doch mit der XML-Definition ist es noch nicht getan. Sogenannte Callback-Funktionen müssen ebenfalls noch geschrieben werden, auch wenn sie im simpelsten Fall nur ein Formular öffnen sollen. Dabei wird kaum ein Entwickler Lust haben, das XML von Hand zu schreiben. Gängige XML-Editoren wie Altovas XML-Spy mögen dabei zwar helfen – ich nenne nur „Wohlgeformtheit“ und „Schema-treue“ – aber auch diese sind in der Regel keineswegs billig (wenngleich unter Umständen durchaus preis-wert). Daher gibt es auch für die Ribbons inzwischen einige Tools, die Hubert stellt vorstellt.

Das Tool „Classic Menu for Office“ ist dabei eigentlich kein Ribbon-Editor, sondern es erzeugt Menüs und Symbolleisten im alten Stil (ca. 30 €).

Der Ribbon Creator von Gunter Avenius ist nicht nur für Access tauglich, muss jedoch separat installiert werden und benötigt dafür Adminrechte. Ein bestehendes Ribbon kann geladen werden, so dass man auch Veränderungen durchführen kann.

Der Ribbon Admin von Andre Minhorst ist ein Access-Addin und damit für die anderen Office-Komponenten nicht benutzbar (ca. 80 €). Auch mit diesem können bestehende Ribbons geladen werden.

Schlussendlich stellt er noch eine Eigenentwicklung spezifisch für seine Anwendungsfälle vor.

Ich für meinen Teil hätte mir statt der detaillierten Vorstellung der Tools mehr Hintergrundinformationen zu dem XML der Ribbons gewünscht. Aber man kann nicht alles haben.

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