Die Vorteile von Scrum und wofür es gedacht ist

Immer wenn ich versuche, jemandem Scrum zu erklären, weiß ich nicht, wo ich anfangen soll. Zu viele Dinge gehen mir durch den Kopf, aber eine gute Idee hatte ich noch nicht gefunden. Also dachte ich, ich frage mal jemanden, der sich damit auskennt: Meinen Kollegen Patrick Koglin. (-cj)

Scrum ist ein leichtgewichtiger, agiler Management-Rahmen für die Umsetzung von Projekten mit einfachen Regeln. Das Vorgehen liefert ein inkrementelles Prozessmodell. Die wesentlichen Grundzüge zeigt dieser Artikel. Er ist durch die Idee von Christoph Jüngling entstanden. Dabei stehen die Vorteile und der Einsatzort im Vordergrund.

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Im zweiten Teil wird eine Möglichkeit vorgestellt, einen ersten Eindruck von Scrum zu erhalten.

Starten wir direkt mit dem Schritt, der viele zum Umdenken bewegt, und tauchen anschließend in die Vorteile dieser Arbeitsweise ein.

Scrum denkt erstmal nur wenige Wochen

Statt in langen Phasen mit Meilensteinen wird bei Scrum in Iterationen von zwei bis vier Wochen geplant und umgesetzt. Das Schätzen der Aufwände erfolgt dabei gemeinsam im Team. Alle Beteiligten erhalten dabei einen Einblick in die vorgenommenen Aufgaben. Diese kurzfristige Planung nutzt die Informationen, die momentan vorliegen, statt lange Spekulationen über die Zukunft zu machen.

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Nach einer Umsetzungsphase erfolgt schließlich die Präsentation mit dem Kunden. Anschließend wird im Team über den Prozess reflektiert.

Durch eine Aneinanderreihung solcher Phasen wird ständig auf unterschiedlichen Ebenen verbessert: Das Produkt, der Prozess und das Team.

Änderungen sind plötzlich willkommen!

Die kurzfristige Planung erlaubt es, unmittelbar auf Änderungen zu reagieren. Sie fließen täglich mit ein. Beispielsweise technische Anpassungen, das Verschieben von Prioritäten oder Anforderungen der Kunden. Das Team wählt dabei selbst, wie es vorgehen möchte und erhält vom Management genau das, was zur erfolgreichen Umsetzung notwendig ist.

Feste Strukturen helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren

Leichtgewichtige Abstimmungen verhelfen zu einer effizienten Kommunikation. Dafür liefert Scrum vier grundlegende Meetings. Darüber hinaus unterstützen simple Artefakte dabei, die Qualität stabil zu halten und die Aufgaben zu koordinieren. Beispiele sind die „Definition of done“, das „Aufgaben-Backlog“ oder das „Taskboard“.

Daneben gibt es keine Positionen wie den klassischen Projektleiter, sondern Rollen, die den Prozess, das Team und die Kommunikation unterstützen. Es bleibt viel Raum für die Kundenbedürfnisse.

Der Scrum-Flow mit seinen Rollen, Artefakten und Meetings
Der Scrum-Flow mit seinen Rollen, Artefakten und Meetings

Lesen hilft, Erleben hilft noch mehr

Dieses Management-Framework erfüllt in der Summe viele Aspekte, die für erfolgreiche Projekte im komplexen Kontext erforderlich sind:

  • Reaktion auf Kundenbedürfnisse
  • Einbinden des Teams
  • Sicherstellen der wirtschaftlichen Werterzeugung
  • Schnelle Anpassung an Veränderungen wie geänderte Prioritäten oder neue Teams
  • Stabilisieren und Verbessern des Wertschöpfungsprozesses

Scrum eignet sich daher für Projekte in denen wenig Wissen vorliegt. Beispielsweise über die einzusetzende Technologie oder die Kundenwünsche. Durch das schrittweise Vorgehen kann leicht auf Änderungen in den Prioritäten oder der Teamstruktur reagiert werden.

Doch wie kann man Scrum kennenlernen?

Blick hinter die Kulissen

Um die einzelnen Bestandteile in kurzer und kompakter kennenzulernen biete ich Trainings an. Christoph Jüngling und ich schauen regelmäßig wie unsere Blogs sich ergänzen. Er schlug vor eine Beschreibung zum Trainingsaufbau vorzustellen. Sie erhalten nachfolgenden einen Einblick hinter die Kulissen eines Scrum-Trainings.

Scrum-Raum

Rein inhaltlich werden natürlich die wesentlichen Scrum-Aspekte vorgestellt: Rollen, Meetings, Artefakte, der feste Sprint und das potentiell auslieferbare Produkt. Darüber hinaus liefert der Trainingstag einen hautnahen Eindruck vom agilen Arbeiten.

Genau, richtig gelesen: Scrum in einem Tag. Kompakt.

Es geht dabei um methodische Kompetenz wie »Timeboxing bei festem Sprint«, »Reflexion«, aber auch um ein Verständnis für integrierte Verbesserung und einen Umgang mit Kundenfeedback. Dazu wird Scrum in einem Live-Projekt simuliert.

Die agile Organisation und Nicht-Skalierung kennenlernen

Die maximale Trainingsgröße von 12 Teilnehmern gibt ausreichende Möglichkeiten, um individuelle Fragen zu beantworten. Beispielsweise welche Verantwortung der Scrum Master trägt oder warum eine agile Organisation sich darum kümmert, wie nicht skaliert werden muss.

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Komprimiert auf den schnellen Einstieg und ein Skript für die Praxis

Der Nachmittag des Trainings richtet sich dann speziell nach den den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Feste Bestandteile sind das Kennenlernen eines Grundgerüsts einer agilen Organisation, Ansätze wie Scrum eingeführt werden kann und ein Überblick zu vorhandenen Zertifizierungsmöglichkeiten. Je nach Teilnehmerkreis werden gerne andere Themenwünsche betrachtet:

  • Gesamtüberblick zu agilen Methoden
  • Von der Produktvision zum lauffähigen Produkt
  • Prototyping und Produktentwicklung mit LEAN
  • Entscheidungsfindung im Team

Nach dem Training ist eine Zertifizierung als Scrum Master oder Product Owner optional für die Teilnehmer möglich.

Zusammenfassung

Hoffentlich haben Sie einen Überblick über den Einsatzort und die Vorteile von Scrum erhalten. Noch mehr würde es mich freuen, wenn sie neugierig geworden sind auf eine Arbeitsweise die alle Beteiligte stärker einbindet.

Falls mir das gelungen ist, freut es mich Ihnen einen weiteren Einblick in das Thema über weitere Artikel in meinem Blog, auf dem agilen Montag in Kassel oder sogar in einem Scrum-Training zu geben.

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