Scrum oder Scum?

Es ist schon schwierig, mit all den Neuerungen des modernen Lebens Schritt zu halten. Besonders wenn man älter wird und nicht mehr alles so schnell aufnimmt wie noch in jungen Jahren. Da wundert es nicht, wenn die Leute sagen, das Leben verlaufe heute schneller als früher. Gottseidank gibt es eine Szene, die sich der Aufgabe widmet, Dinge verständlich zu machen, komplexe Zusammenhänge einfach zu erklären: Die Blogosphäre. Gerade hatten wir über „Scrum“ eine Menge gehört. Doch was zum Teufel ist nun dieses „Scum“ schon wieder?

Das Blog (der Blog?) www.agile-is-limit.de ist so eine Seite. Hier wird alles besprochen, was mit „agilen Techniken“ zu tun hat, mal originell, mal ernst. Der Autor, Patrick Koglin, hat wie er selbst schreibt, vor vier Jahren zum ersten mal davon gehört: „Einige Techniken (…) haben mich überzeugt und sind in meine tägliche Arbeitsweise eingeflossen. Bei dem Versuch, anderen einen Überblick über diese Prinzipien zu geben, habe ich gemerkt, welche Herausforderungen es dabei gibt und wie viel Spaß es machen kann, die Arbeitsweise gemeinsam im Team an die Begebenheiten anzupassen.“

Kurz und knapp präzisiert er die Ziele seines Blogs, um dann schlussendlich mit der Aussage „ich praktiziere was ich predige“ nach meinem Empfinden die entscheidenden Punkte zu machen. Denn Menschen, die nach der Prämisse „Wasser predigen und Wein trinken“ leben, kann keiner von uns gebrauchen.

Scrum oder Scum?

„Scrum“ ist quasi das inzwischen klassische (aber keineswegs einzige) Synonym für Agilität. Es bedeutet so viel wie „Gemenge“ und leitet sich aus dem Rugby ab, wo das Team am Anfang in einem Haufen steht und vom Trainer motiviert wird.

Dagegen bedeutet das englische Wort „Scum“ auf deutsch „Abschaum“ oder „Schmutzschicht“. Die sprachliche Nähe ist Absicht. Sie soll zeigen, wie nahe die gute Idee oft an einer schlechten Umsetzung dran ist. Das aktuelle Projekt von Patrick und seinen Mitstreitern ist aus einer Idee auf dem Agile Monday Kassel hervorgegangen und nutzt das Hashtag #scum in allen erreichbaren sozialen Medien (z.B. Twitter), um die Menschen für die Problematik zu sensibilisieren und ihnen auf witzige Weise einige häufig gemachte Fehler vor Augen zu führen.

Wer mitmachen will, ist willkommen. Für einen Link zurück auf Agile is Limit wäre Patrick sicher dankbar.


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