SNEK5: Entzauberung von Clustered Indexen (Uwe Ricken)

Uwe Ricken entzaubert die Clustered Indexe. Neben dem üblichen Vorstellungsgeplänkel weist er sofort darauf hin, dass es keineswegs so ist, dass diese immer vorzuziehen sind. Uwe führt den Begriff „HEAP“ ein und stellt ihn dem CLUSTERED INDEX gegenüber. Ein Heap, sagt er, ist wie das Kinderzimmer eines 2-jährigen, denn zwischen den einzelnen Daten (Leafs) besteht keine Verbindung; sie „wissen“ nichts voneinander und liegen auch nicht notwendigerweise nebeneinander. Sucht man in dem Zimmer (oder dem Heap) etwas, muss man alles durchsuchen, denn erst am Ende weiß man, dass man alles gefunden hat. Das kann, wie wir uns vorstellen können, etwas dauern. Ein Heap wird aber beispielsweise dann angewendet, wenn es darum geht, die einer Tabelle zugeordneten Datenseiten zu finden, denn das geht damit recht effizient.

Bei einem Clustered Index ist das völlig anders. Er hat eine B-Tree-Struktur, bei dem die Knoten lediglich Ordnungsinformationen enthalten und erst die Blätter die eigentlichen Informationen. Zwar ist diese Struktur entschieden komplizierter, doch sind Informationen nach den in den Knoten vorhandenen Schlüsselteilen erheblich schneller auffindbar. So gesehen ist der Clustered Index eigentlich nur eine andere Form der Tabelle selbst.

Zuletzt noch der Hinweis auf „ostress“, ein kostenloses Tool von Microsoft zum Simulieren von vielen Clients beim Zugriff auf eine Datenbank.

Über den Redner selbst muss ich wohl nicht mehr viel schreiben. Schauspielerisch (trotz angeschlagener Gesundheit) gewohnt locker, teils selbstironisch, aber nach jeder Auflockerung immer wieder zuverlässig zum Thema zurück, gelingt es Uwe Ricken (Foto vom Vorjahr) wieder einmal, ein trockenes Thema gut rüberzubringen.


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AuthorChristoph Jüngling

Selbständiger Softwareentwickler und Seminarleiter

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