AEK 22 – Keynote

Zweiundzwanzig! Ja, ich weiß, ich wiederhole mich, aber 22 Jahre sind in der IT fast eine Ewigkeit. Nicht nur Access „lebt“ noch, sondern auch viele der Kollegen, die ich im Laufe der Zeit kennengelernt habe, sind noch im Geschäft. Einige haben Access den Rücken gekehrt und arbeiten nun in anderen Bereichen. In Nürnberg sind diesmal erstaunlich wenig bekannte Gesichter dabei.

Access lebt noch, Karl Donaubauer erwähnte es auch in der Keynote. Man muss es wohl „Keynote“ nennen, alles ist ja inzwischen angliziert, wenn es nicht zusätzlich noch gegendert ist. Der professionelle Keynote-Speaker Karl D. ist ein erfahrener Redner, der die Veranstaltung schon von Anfang an begleitet. Kein Wunder, er ist ja auch der Organisator. Ein paar Witzchen und die Werbung für den AEK-Abend dürfen nicht fehlen, dann ist es auch schon passiert.

Was geht mit Access?

Die Statistik, die aus den Fragebögen („mit welcher Version arbeitet ihr?“) erstellt wurde, ist immer interessant und zeigt im Laufe der Jahre eine leicht abnehmende Tendenz der Access-Anwendungen. Dennoch verwenden fast 90 % der Anwesenden Access als Frontend und zu etwa 50 % auch als Backend.

Access wird Teil des Office-Paketes 2022, was bedeutet, dass es noch einige Jahre unterstützt wird. Ich finde, das ist eine gute Nachricht.

Access selbst hat sich seit dem vorigen Jahr nur wenig verändert. Ein Schließen-Kreuz auf jedem Register, die Hervorhebung und die Verschiebbarkeit desselben, ein Neudesign der Icons auf dem Ribbon, die Zoombox kann jetzt endlich mit der Maus in der Größe verändert werden und behält die zuletzt eingestellte Schriftart. Kleinigkeiten, hilfreiche zwar, aber eigentlich schon erstaunlich, dass es sie nicht von Anfang an bereits gab. Auch das Access-Icon selbst wurde nun neu gestaltet und dem Aussehen der anderen Office-Teilen angepasst. Dieses Icon wurde beim letzten Redesign wohl vergessen, was einen Kommentator veranlasste, Access als „abandonware“ zu bezeichnen.

Es gab neue Datenquellen in der Vorgängerversion, die jedoch laut Karl wenig bis gar nicht verwendet wurden. Andere wurden herausgenommen, werden aber anscheinend nicht vermisst. Und wieder eine andere, „Graph“, wurde bereits angekündigt, lässt jedoch auf sich warten.

Ein neuer Tabellenverknüpfungsmanager ist noch zu erwähnen. Ja. Gut.

Alles dies sind im Grunde schöne Detailverbesserungen, während jedoch wichtige Dinge (Webanbindung, Vereinfachung der Lizenzen etc.) leider immer noch fehlen.

Offenbar gibt es unter Windows 10 einen fetten Bug, der zu inkonsistenten Backend-Datenbanken führt. Laut Karl ist dies seit über 14 Monaten bekannt, jedoch immer noch nicht gefixt.

Gemäß dem Zufriedenheitsindex verbessert sich die Online-Doku kontinuierlich. Fragen wie „war diese Antwort hilfreich?“ werden also tatsächlich ausgewertet. Hätte man nicht gedacht, oder?

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