Baustellenwarnung

Im Moment scheint es fast jeden Tag eine Hiobsbotschaft zur DSGVO zu geben, gefolgt von den üblichen Aufheizern und Abwieglern. Ich weiß schon nicht mehr, was ich glauben soll. Dabei ist es eigentlich nicht grundsätzlich anders als in den vergangenen Jahren in der Politik. Auch dort wird Klickrate über Sofgfalt gestellt, wer die schlimmeren Nachrichten hat, gewinnt.

Es ist in letzter Zeit schwierig geworden, noch Autoren zu finden, die sich um Sachlichkeit bemühen, anstatt reißerisch die schlimmsten Aspekte eines Falles auszuschlachten. Netzpolitik.org ist definitiv eine Seite, die man öfter lesen sollte.

Zunächst bin ich (mal wieder) auf netzpolitik.de gelandet. Der dortige Artikel Stau auf dem Datenhighway ist, wenngleich über 20 Jahre alt, doch immer noch lesenswert.

Aber zum Thema. Betreiber von Facebook-Seiten sind mitverantwortlich für Datenschutzverstöße, auch wenn sie sie gar nicht selbst verüben. Es scheint schon zu reichen, dass sie von erfolgten Verstößen profitieren. Manchmal ist übrigens von „Seiten“ die Rede, dann wieder von „Fanpages“. Das könnte darauf hindeuten, dass „Fanpages“ technisch ganz normale Seiten (Pages) sind, die aber von Dritten („Fans“) über eine andere Person („Promi“) betrieben werden. Andere wiederum verwenden Seiten, Pages und Fanpages wie Synonyme für dieselbe Sache. Was auch immer das nun bedeutet.

Abschalten oder nicht? Wenn ich mitverantwortlich für etwas sein soll, das ich selbst gar nicht beeinflussen kann, dann läuft das meinem Rechtsempfinden zuwider. Dr. Schwenke schlägt auf heise.de moderatere Töne an. Zumindest wenn sie nicht unbedingt benötigt werden, könnte man die Seiten vorläufig deaktivieren, aber man solle sich die wirtschaftliche Seite dabei ebenfalls überlegen. Letzteres habe ich getan, und erstere Entscheidung getroffen, denn zwischen einer Unternehmensdarstellung und einer Unternehmerdarstellung ist bei einem Einzelunternehmer naturgemäß kein allzu großer Unterschied.

Sei’s drum, wieder eine Baustelle weniger.


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