AEK 17: Access fließt (Thomas Pfoch)

„Panta rhei“, sagte schon Heraklit (oder auch nicht), „alles fließt“. Fließend, fast beiläufig, spielerisch beginnt auch Thomas Pfoch (Picoware) mit seinem Vortrag. Er trägt ein Surface-Tablet mit sich herum, dessen Screen auf der Leinwand gezeigt wird. Er spielt ein wenig damit herum, um dann übergangslos zu seiner Vorstellung zu kommen. Nicht lange, und das Problem wird angesprochen: „Access-Design im Windows-3.1-Stil“ ist eine Metapher, die er in die Menge wirft. Thomas charakterisiert damit in seinem trockenen Stil recht gut ein Problem von Access-Applikationen: Viele sind typisch, leicht erkennbar, langweilig. Kurz: Unmodern. Er ist angetreten, dies zu ändern, oder wenigstens, uns zu zeigen, dass man es ändern kann. Zu beweisen, dass Access durchaus ein zeitgemäßes Layout erlaubt. „Access rhei“

Da haben wir also schon wieder eine Access-Applikation, die auf einem Tablet „läuft“ und sich an Hoch- und Querformat so anpasst, wie man es auf diesen Devices gewohnt ist. Natürlich ist das kein beliebiges Tablet, es muss schon das „Surface“ von Microsoft sein. Weiße Schrift auf dunklem Hintergrund, eine angenehme Farbgebung, nicht erst seit Adobe und andere dieses Design entdeckt haben. Verblüffenderweise wurde dies in den frühen Tagen des PCs stark negiert. Damals hieß es, das sei unnatürlich, denn auf dem weißen Papier seien die Buchstaben ja schwarz, und das gehöre sich so. Wie sich die Zeiten ändern. Alles fließt.

Die Access-Applikation stellt einen Fragebogen dar, dessen Fragen der Reihe nach beantwortet werden sollten. Thomas weist auf einige Details hin, aber es wird schon optisch schnell klar: Das kann doch unmöglich Access sein! Doch er zeigt uns das Datenbankfenster und ein Raunen geht durch das Auditorium. Unzählige Module und Formulare erschlagen den Betrachter. Ganz so einfach scheint es also doch nicht zu sein.

Warum es so viele sind, erschließt sich, als wir die Inhalte der einzelnen Formulare sehen. Viele davon sind dazu da, gewissermaßen „Controls“ zu bilden, die dann als Unterformular ohne Rahmen und Icons eingebunden werden. Diese Controls sind groß genug, dass auch „dicke Finger“ sie auf dem Tablet finden können.

Thomas erläutert aber auch die Bedeutung seines Frameworks, das Grundfunktionen einer Applikation bereitstellt, wie z.B. die Größenänderung von Formularen mit Neupositionierung und erneutem Layouting der darauf befindlichen Controls und Ufos. Es schließt sich eine Demo der Applikation „Wer gehört zu wem?“ an, die Thomas vor längerem für die Commerzbank geschrieben hat und nach wie vor betreut. Auch diese sieht auf den ersten Blick nicht wie eine Access-Applikation aus.

Es geht also, das haben wir gesehen. Aber einfach ist es nicht, betrachtet man die Menge an Formularen. Der Code ist dabei vielleicht nicht mal das Schlimmste. Wenn man den Überblick behält.


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AuthorChristoph Jüngling

Selbständiger Softwareentwickler und Seminarleiter

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