Auf dem Weg zur AEK 17

Karl Donaubauer, der Veranstalter der AEK, hat diesmal einen sehr schönen, sowohl umweltorientierten als auch kosten- und gewichtssparenden Ansatz verfolgt. Für die Konferenzteilnehmer bestand die Möglichkeit, bei der Anmeldung anzukreuzen, ob man einen Ordner mit ausgedruckten Unterlagen haben möchte oder ob der Download von PDFs ausreichend ist. Ich finde das eine sehr gute Idee, denn die Ordner haben bei mir fast nur noch Regalwert, auch wenn ich Notizen darin gemacht habe. Hinzu kommt, dass in elektronischer Form die Dateien indizier- und damit durchsuchbar sind, was einen weiteren Mehrwert bringt.

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Umweltfreundlich ist auch die Bahn. An meinem Wagen sehe ich einen grünen Aufkleber „unterwegs mit Ökostrom“. Mit der 5minütigen Verspätung hat das hoffentlich nichts zu tun. Laut Bahn-App sollen wir dennoch pünktlich in Nürnberg sein. Auch wenn eine Verspätung in diesem Fall kaum ein Problem darstellen würde. Immerhin, die Heizung funktioniert, für meinen Geschmack aber ein wenig zu gut. Es ist ja auch noch nicht Winter, da „normalisiert“ sich das bestimmt noch. Dafür funktioniert dann bestimmt die Klimaanlage wieder hervorragend.

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Der Himmel ist wolkenverhangen, aber es regnet nicht und die Prognosen für das Wochenende sind sehr günstig. Laut meiner Wetter-App wird es in Nürnberg bis zu 23° geben, und keinen Regen. Die große Camera habe ich diesmal nicht mitgenommen. Mein Nexus 5 kann bis zu 8 Megapixel liefern, und für ein paar Aufnahmen zwischendurch reicht die Qualität (die im übrigen nicht mehr so schlecht ist wie zu Beginn der Handy-Ära) allemal aus. So wird es wahrscheinlich nur wenige Fotos in der Galerie geben, vielleicht auch nur welche im Blog.

Wer hat eigentlich erzählt, dass man auf den Hauptstrecken der Bahn durchgehend Internet hat? Zwischen Kassel und Würzburg ist das jedenfalls nicht gewährleistet. „H“ gab es nur beim Halt in Fulda, manchmal „G“, meistens nur „E“ und im Moment sogar überhaupt nichts. Und die Verbindung ist teilweise so schlecht, dass man nicht mal einen Tweet heraus bekommt. In Würzburg dann ist die Interwelt wieder in Ordnung. Ja, wir sind schon ein tolles High-Tech-Land. Ballungszentrumsorientiert.

Nun klart der Himmel auf, es wird heller. Irgendwo dort oben muss wohl das USO, das „Unbekannte Solare Objekt“ zu sehen sein. Dieses scheint dezent auf die würzburger Weinberge, die neben der Bahnstrecke in den Himmel wachsen. Wie sehr sich die Landschaft innerhalb Deutschlands unterscheidet, nimmt man erst wahr, wenn der Zug zügig dieselbe durchquert. Auch wenn die Kasseler Berge nicht gerade klein wirken, für einen Süddeutschen sind es bestenfalls Hügel.

Ich bin gespannt, was Access neues bietet. Leider scheint dieses Programm von Microsoft sehr stiefmütterlich behandelt zu werden. Dotnet war und ist in aller Munde, die Cloud wird seit einigen Jahren extrem favorisiert. Gerade letzteres verwundert mich sehr, denn wenn ich im Firmenumfeld mit Kunden spreche, nehmen fast alle davon Abstand, ihre Daten einem Unbekannten anzuvertrauen, selbst wenn dieser per Zertifikat versichert, dass alles sicher sei. Wie sicher so etwas sein kann zeigt sich an den in den letzten Wochen aufgetauchten Nackt-Selfies von Prominenten. Wenn das nicht ein Marketing-Trick ist, um mal wieder in den Medien aufzutauchen, sagt es viel über die vermeintliche Sicherheit aus.

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn der Schaffner kurz vor Nürnberg stolz verkündet, dass der Zug die Verspätung aufgeholt habe und folglich alle Anschlüsse in Nürnberg erreicht würden. Nicht mal eine Minute später dann die nächste Ansage: Aufgrund einer Baustelle und eingleisigem Verkehr wird es leider ein wenig später werden. So startete ich mit 5 Minuten in Kassel und kam mit 7 Minuten Verspätung in Nürnberg an. Für Bahn eigentlich ein guter Schnitt.


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AuthorChristoph Jüngling

Selbständiger Softwareentwickler und Seminarleiter

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