Die Spreu vom Weizen trennen

Geldscheine und Münzen (Euro)Software-Lizenzen sind bekanntermaßen nervig und teuer. Nervig, weil deren Fehlen oft zu nicht oder nicht vollständig funktionierender Software führt, und man sich (je nach Lizenzbestimmungen) auch strafbar macht, wenn man eine Software „ohne“ verwendet. Und teuer, weil – nun ja, ist halt so. Und sei es auch nur im Kopf des Benutzers, weil ja Software zu kopieren unmöglich so viel kosten kann.

Dass in den Preis nicht nur der Kopiervorgang selbst, sondern auch die Erstellung der Software eingerechnet wird, ist diesem speziellen (jedoch hypothetischen) Anwender wohl nicht klar.

Da freut man sich natürlich über eine aktuelle Nachricht, dass es jetzt auch billiger geht. Wie die c’t berichtet, gibt es im Edeka günstig Microsoft-Lizenzen zu kaufen – extrem günstig. Ein Windows 10 Pro für 40 € (im Microsoft-Store 295 €), das machte nicht nur Heise stutzig. Dass Microsoft auf deren hartnäckiges Nachfragen nicht wirklich hilfreich antwortete, ist ein weiterer Aspekt, der stutzig macht.

Im Artikel kommt Heise zu dem Schluss, dass „im Großen und Ganzen (…) die über Edeka vermarkteten Lizenzen nach unserem Verständnis nicht zu beanstanden (sind)“. Ein Rest an Zweifel bleibt jedoch, und auch die Garantie, gesperrte Schlüssel unbegrenzt lange zu ersetzen, würde dem Privatanwender nur etwas nützen, wenn die Firma dann noch existiert.

Aber auch unabhängig von dem konkreten Einzelfall entsteht ein seltsames Gefühl. Überall heißt es wie auch im verlinkten Artikel, „wenn etwas zu billig ist, kann es nicht legal sein“. Was machen wir nun mit dem Gefühl, dass es manchmal halt doch legal ist? Wie erkennen wir in Zukunft geklaute Software, wie scheiden wir die Spreu vom Weizen?

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