Der Expertenmodus

Zu viele Möglichkeiten

Momentan werden viele Dinge virtuell erledigt. Dazu gehören Meetings, Webinare und auch das so genannte Homeschooling. Es fehlt nicht an den nötigen Tools. Man muss lernen, mit diesen Tools umzugehen, und man muss lernen, virtuell zu arbeiten.

Werbung

Anleitungen

Es gibt viele Anleitungen für den zweiten Fall. Manche sind plump, manche sind, sagen wir mal, sophisticated. Hier habe ich ein Beispiel gefunden, wie man Webinare organisieren kann:

  • Selbstlern- und asynchrone Austauschphasen
  • Partizipative Möglichkeiten mit Energizern
  • BreakOut-Räume nutzen
  • Flipped- oder Einstiegs-Brainstorming Sammlung
  • Online-Fishbowl-Format zuschalten
  • Peer-to-Peer Lernkontext
  • kollaborative Schreibumgebung
  • Lighntning-Talks

Wie bitte? Welche Zielgruppe hatte der Schreiber im Auge??

Tools

Nun zu den Tools. Jedes ist gut, jedes kann noch mehr. Ich habe selbst schon Webinare gegeben und bei vielen mitgemacht. Ein ärgerlicher Teil der Zeit geht immer verloren:

  • Ich sehe nichts.
  • Ich höre nichts.
  • Hören Sie mich?
  • Bitte drücken Sie mal F5.
  • Wählen Sie sich noch mal ein.
  • Verwenden Sie den Chat. Wo ist der?

Und nun die große Frage. Was hat das alles mit dem Expertenmodus zu tun?

Expertenmodus

So ein Onlinetool braucht normal nur wenige Knöpfe: Kamera ein/aus, Micro ein/aus, Bildschirm zeigen/nicht zeigen, Chat zeigen/ausblenden.

Erst dann den Button: erweiterte Einstellungen.

Werbung

Natürlich! Doch bitte nicht sofort alles für Experten – mit Menüs, welche sich je nach Arbeitsweise anpassen oder erscheinen. Das verstehen normale Benutzer nicht. Sie klicken nutzlos herum und im einfachsten Fall fliegen sie aus der Sitzung. Dann hilft zumindest ein Neustart.

Es ist doch eine alte Regel: Keep it simple.

Ich arbeite oft mit Sekretariaten zusammen. Diese Leute wollen nur ihre Arbeit machen, nicht rumfummeln, nicht herausfinden wie etwas geht. Und sobald sie sich in etwas eingearbeitet haben, sind sie auch sofort dankbar, wenn das Arbeitsmittel noch mehr kann.

Noch ein Nachsatz als Programmierer. Klar wird es so sein, dass man diverse Frameworks und zig Erweiterungen einbauen muss. Trotzdem soll ein Programm einen „normalen“ Modus haben. Und prima, wenn man kurzerhand in den „Expertenmodus“ wechseln kann. Oder?

 

Ähnliche Artikel:

Schreibe einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

10 − 5 =