Git unter Windows installieren

Ich glaube, das hatten wir hier noch nicht, oder? Ich meine, irgendwann muss man Git ja auch mal installieren, wenn man damit arbeiten will. Da ich das gerade mal wieder machen muss, schreibe ich einfach mal auf, was für Einstellungen man dabei so machen muss (oder sollte).

Allgemeines

Um unter Windows mit Git arbeiten zu können, muss sowohl das zwingend Kommandozeilenprogramm Git als auch sinnvollerweise die graphische Oberfläche TortoiseGit installiert werden, am besten in dieser Reihenfolge. Theoretisch kann man natürlich auch auf letzteres verzichten und nur mit der Kommandozeile arbeiten, aber das ist doch ein wenig mühsam.

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Zusätzlich ist auch Notepad++ eine gute Idee, falls man mal eine Config-Datei editieren muss und mit dem Windows-internen Editor nicht so zufrieden ist.

Alles in allem sind dies natürlich nur Empfehlungen. Man kann das alles auch ganz anders machen :-)

An Speicherplatz werden etwa 650 MB für Git und 55 MB für TortoiseGit benötigt.

Download

Lade zunächst die Software für das installierte Betriebssystem (32 oder 64 bit) herunter:

Wer eine lokalisierte Version von TortoiseGit haben möchte, muss zusätzlich noch ein Language Pack herunter laden. Auch hierbei bitte auf 32/64 bit achten! Ich persönlich bevorzuge die englische Version, da die Übersetzungen der Begriffe manchmal etwas abenteuerlich sind.

Installiere Git

Git kommt mit einem InnoSetup-Installer, über die grundsätzliche Bedienung solcher Setups muss ich wohl nichts weiter sagen. Daher gehe ich hier nur auf die Einstellungen ein, die meiner Ansicht nach beachtenswert oder zu ändern sind. Alles nicht erwähnte bleibt auf den Default-Einstellungen.

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Zunächst schlage ich vor, auf die “Additional Icons” und die “Windows Explorer Integration” (“Git Bash Here” und “Git GUI Here”) zu verzichten. Dies alles wird später durch TortoiseGit erledigt.

Auch “Check daily for updates” mache ich nie, das erzeugt nur unnötige Datenflüsse.

Bei “Choosing the default editor” nehme ich gern Notepad++. Ich glaube, dazu muss der aber vorher installiert sein.

Für das “PATH environment” schlägt der INstaller “Git from the command line and also from 3rd-party software” vor. Wer sich allerdings mit einschlägigen Linux-Kommandos auskennt, bevorzugt vielleicht die dritte Option “Use Git and optional Unix Tools from the Command Prompt”.

Die Frage, ob die OpenSSL Library oder die native Windows Library benutzt werden soll, ist möglicherweise nur im Unternehmensumfeld relevant.

Die “Line Ending Conversions” spielen eine besondere Rolle. Ich persönlich bevorzuge immer “checkout Windows-style, commit Unix-style”, weil ich damit flexibel bin, wenn ich ein Projekt auch mal unter Linux auschecken will (dort wähle ich dann natürlich “checkout as-is, commit Linux-style”). Wer immer mit demselben Betriebssystem arbeitet (das gilt auch für das Team!), ist vielleicht auch mit “checkout as-is, commit as-is” zufrieden.

Die Einstellung des Terminal Emulators dürfte egal sein, wenn wir diesen ohnehin nicht nutzen wollen (siehe den ersten Punkt).

Installiere TortoiseGit

Nicht so wichtig, aber ich deaktiviere immer das US-dictionary. Das ist auch die einzige Einstellung vor dem Setup.

Nun kommt der “First start wizard”, den wir nicht überspringen sollten.

Die Sprachauswahl bietet nur Englisch an, es sei denn wir würden uns nun entschließen, ein Language Pack herunterzuladen und zu installieren. Danach sollte nach einem Druck auf “Refresh” mehr zur Auswahl stehen.

Der Git.exe Path sollte automatisch richtig eingetragen worden sein.

Git möchte unseren Namen und die eMail-Adresse wissen. Diese Daten werden auf Benutzerebene eingetragen und sind dann automatisch für alle Projekte, die mit diesem Windows-Login bearbeitet werden, voreingestellt. Natürlich lässt sich das später noch ändern, ebenso wie man auf Projektebene auch individuelle Daten einstellen kann.

Um Projekte mittels SSH pushen und pullen zu können, benötigen wir sowohl einen entsprechenden Dienst, als auch einen SSH-Key. TortoiseGitPlink ist der empfohlene Client für Windows. Ein SSH-Keypair wird erzeugt, indem wir auf “Generate PuTTY key pair” anklicken. Dort klicken wir “Generate” und wuseln dann mit der Maus über die freie Fläche darüber, bis der grüne Balken voll ist (durch die Bewegung werden Zufallszahlen erzeugt). Der “Key comment” ist beliebig und dient nur zur Identifizierung, falls man mehrere Schlüssel hat.

Dann wird “Save public key” und “Save private key” ausgeführt. Solange ich es nur mit meinem eigenen Rechner zu tun habe, verzichte ich aus Bequemlichkeit auf eine Passphrase für den Key. Wo diese beiden Dateien gespeichert werden, ist egal, man muss sie nur wiederfinden. Ich persönlich ziehe ein Verzeichnis “ssh” in meinem Userbereich (c:\users\NAME\ssh) vor. Nun kopieren wir den Kauderwelsch aus dem Feld “Public key for pasting into OpenSSH authorized_keys file” in die Zwischenablage. Dieser öffentliche Schlüssel wird dann in einem Git-Server von Nutzen sein, damit wir uns diesem gegenüber authentifizieren können. Wie man das einträgt, ist von System zu System etwas verschieden.

Und dann können wir noch den Credential Helper festlegen. Der hilft uns, wenn wir mal nicht mit SSH arbeiten können, sondern Username und Passwort benötigen. Ich nehme hier immer “wincred”.

Tja, das war’s schon mit der Installation. Was die Einstellungen in TortoiseGit betrifft, schlage ich vor, dass ihr euch einfach mal durchklickt und das ausprobiert. Gelegentlich schreibe ich vielleicht auch dazu nochmal was.

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