Klickibunti unter Linux

Einige Leute erwarten von Linux immer noch, dass mühsam auf der Konsole (im Windows-Jargon: „Kommandozeile“ oder „Eingabeaufforderung“) gearbeitet wird, dass man sich kryptische Kommandos mit tausenden von Parametern merken muss und diese auch noch eintippt! Was einst unter Unix auch tatsächlich zutreffend war, klingt heute nur noch wie ein Märchen. Inzwischen sind aktuelle Linux-Versionen genauso „grafisch“ wie man es von Windows oder MacOS gewöhnt ist. Und das witzige ist, dass die Gemeinsamkeiten (funktionell wie optisch) oft größer sind als die Unterschiede. Das Abschreiben ist halt nicht nur in der Politik üblich :-)

Da die Quellcodeverwaltung „Mercurial“ (genauer: der Konsolenbefehl „hg“) natürlich sowohl unter Windows als auch Linux läuft, wollte ich mal ausprobieren, was unter dem Versprechen auf Bitbucket zu verstehen ist, das da heißt „Download TortoiseHg 2.2.1 for Linux„.

Leider ist in Ubuntu 11.10 nur eine ältere Version von Mercurial verfügbar und diese wird auch nicht von Canonical gepflegt. Also war manuelle Installation angesagt, fast so als ob die alten Vorurteile doch berechtigt wären. Da aber bereits auf Bitbucket eine gute Verlinkung zu den Hilfetexten von Launchpad zur Einrichtung von PPAs (Personal Package Archive) bestand, war das nicht wirklich schwierig hinzubekommen. Somit war auch TortoiseHg schnell installiert und mittels des Konsolenbefehls „thg“ auch startbar. Nur die Integration in Nautilus hat noch nicht geklappt, was unter Windows im Explorer zugegebenermaßen vom Installer erledigt wird. Na, da ist noch etwas Bastelarbeit angesagt.

Wie heißt es so schön? „Mit Computern hat man viel mehr Zeit für Dinge, die man ohne Computer gar nicht machen müsste.“


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AuthorChristoph Jüngling

Selbständiger Softwareentwickler und Seminarleiter

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