Meine Scrum-Anfänge: Scrum-Board und Scrum-Karten

Im Scrum heißt die Liste der abzuarbeitenden Aufgaben „Backlog“, und zwar mit vorangestelltem „Product“, „Release“ oder „Sprint“, je nachdem wofür die Liste verwendet wird. Für diese Listen gilt die Regel, dass das Product-Backlog ständig neue Dinge erhalten darf, das Sprint-Backlog jedoch nur zu Beginn eines Sprints gefüllt wird und dann für die Dauer des Sprints unverändert bleibt. So kann sich das Team auf die ausgewählten Aufgaben konzentrieren und muss nicht dauernd von Aufgabe zu Aufgabe springen.

Für den Scrum-Master stellt sich dabei natürlich die Frage, wie er diese Listen effizient verwaltet. In vielen Artikeln wird empfohlen, irgendwo in erreichbarer und ständig sichtbarer Nähe der Arbeitsplätze ein Board mit den folgenden Spalten aufzustellen:

  • Sprint-Backlog
  • Development
  • Testing
  • Done
  • Impediments
  • Statistik

Ich habe für diesen Zweck eine Schrankreihe zweitverwertet, indem ich die Schranktüren als „Spalten“ benutze. Drei Schränke mit Doppeltüren ergeben praktischerweise die obigen sechs Spalten. So musste nichts zusätzlich angeschafft werden und wir konnten versuchsweise mal mit „ein bisschen Scrum“ starten :-)

Natürlich sollte man nicht mit Stiften auf dem Schrank herumkritzeln, und magnetisch ist er leider auch nicht. Auch die gerne benutzten „gelben Klebezettel“ (auf den bekannten Markennamen verzichte ich vorsichtshalber) sollen angeblich nicht so gut geeignet sein, da sie nicht zuverlässig über einen längeren Zeitraum kleben. Also habe ich mal ein paar Karten entworfen:

Scrum-Card

Dieses JPG (DIN-A-6, 300 dpi) kann auf verschiedenfarbige Karten gedruckt werden, z.B. rot für Bugs, gelb für aus User-Stories erzeugten Aufgaben und blau für technische Stories.

Der Hintergrund für diese Felder ist, dass wir ein Bugtracking-System verwenden, das quasi das Product-Backlog darstellt. Von dort werden Bug-Nr., Priorität, Beauftragter und die Aufgabenkurzbeschreibung übertragen. Die Schätzung der Story Points wird dann im Estimation Meeting ergänzt, und in der Mitte ist genügend Platz für Notizen.

Wir werden sehen, ob dieses Konzept für uns nützlich ist. Wenn nicht, werden wir es gemäß dem agilen Ansatz stückweise verbessern.


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AuthorChristoph Jüngling

Selbständiger Softwareentwickler und Seminarleiter

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