Zeilennummern in VBA

Es ist schon einige Zeit her, dass Thomas Moeller auf einer AEK gesprochen hat. Unvergesslich sind seine zahlreichen Tipps und Tricks, die sicher schon so manchem Access-Entwickler geholfen haben. So war es im Jahre 2016, als er im Rahmen des Vortrages Thomas Möller: Fehler für Fortgeschrittene fast nebenbei erwähnte, dass man die MZ-Tools inzwischen auch per Script steuern könne. Daran habe ich mich gerade wieder erinnert.

Hintergrund

In dem Artikel Access-Datenbank aus VCS automatisch aufbauen beschrieb ich, wie ich eine Access-Datenbank aus dem per OASIS exportierten Code automatisiert erzeugen kann. Mir geht es darum, sicherzustellen, dass die ausgelieferte ACCDB-Datei auf alle Fälle dem Stand entspricht, den ich in meiner Quellcodeverwaltung habe, da ich andernfalls im Fehlerfall unnötig lange suche, bis ich endlich auf den Punkt gekommen bin.

Werbung

Nebenher werden auch gewisse wichtige Informationen zwischen Quellcode und Setup ausgetauscht, was ich wiederum in AccessMake beschrieben habe.

Die Fehlermeldung, die mir der Benutzer übermitteln soll, kann jedoch durch einige dieser Details aufgewertet werden, weshalb ich in CDP – About empfohlen habe, diese Informationen an einer Stelle zusammenzufassen.

Zeig her deinen Fehler!

Die Message Box, die im Fehlerfalle dargestellt wird, fasst nun alle Informationen zusammen, die in der Applikation gesammelt wurden (siehe dazu Fehlerbehandlung) und präsentiert sie dem User in einer mehr oder weniger ansprechenden Form. Diese Form ist natürlich durch die Tatsache, dass die Funktion MsgBox() nur Text entgegen nimmt, stark eingeschränkt. Die frühere Option, den ersten Teil der Meldung fettgedruckt darzustellen, hat Microsoft ja leider vor ein paar Jahren entfernt. Doch hauptsächlich geht es darum, alle zusammengestellten Informationen anzuzeigen, damit der Benutzer mir mithilfe eines einzigen Screenshots alle relevanten Informationen zuschicken kann.

Error-Message

Beispielhafte Fehlermeldung

Das ist soweit bereits hilfreich, denn es sind einige wesentliche Informationen darin enthalten:

  • Fehlernummer
  • Fehlermeldung im Klartext
  • Name, Versionsnummer und Veröffentlichungsdatum  der Applikation
  • die Aufrufhierarchie (Call-Stack) mit allen Klassen- und Funktionsnamen sowie den Zeilennummern

Hoffentlich hat der User zusätzlich noch mitgeteilt, was genau er getan hat, um zu diesem Zustand zu kommen. Alle diese Informationen zusammen sind sehr hilfreich, um den Fehler in der Entwicklungsumgebung nachzustellen.

Werbung

Ausblick

Ich will mich an dieser Stelle kurz fassen, denn so wie es im Moment aussieht, gehört dieses Prinzip – so nützlich ich es in den vergangenen Jahren auch fand – wohl der Vergangenheit an. Ich teste im Moment gerade vbWatchDog, der das Potential hat, mein Konzept abzulösen.

Daher habe ich dann doch nicht mehr ausprobiert, wie man Zeilennummern per Skript mit MZ-Tools erzeugt.

Aber darüber schreibe ich zu gegebener Zeit noch etwas mehr.

Ähnliche Artikel:

2 Kommentare

    • Hannes auf 31. August 2020 bei 12:11

    Ich korrigiere mich:
    1. Diese MS-Änderungen könnten neue Officeversionen sein.
    2. Die Zeilennummern werden weiterhin gezeigt, nur die Codezeile selbst nicht.

    • Hannes auf 29. August 2020 bei 14:12

    1.
    Wir verwenden seit Jahren den vbWatchdog. Alles sieht professioneller aus und man kann einen Expertenmode dazuschalten.
    Lästig könnte sein, dass bei bestimmten(?) Änderungen seitens MS, eine frische Version vom Watchdog gekauft werden muss.

    2.
    Die erwähnten Zeilennummern bringen in einer Accde nichts.

Schreibe einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

14 + achtzehn =