Zu viele Blogs

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Autor: voltamax @ Pixabay

Ich lese eigentlich keine Blogs, jedenfalls nicht regelmäßig. Doch unausgesprochen erwarte ich es von anderen, dass sie meine Artikel lesen, am besten regelmäßig. Jedenfalls freue ich mich immer darüber, wenn das mal jemand erwähnt. Wie kann ich es schaffen, mit anderen Blogs auf dem Laufenden zu bleiben?

Im Grunde ist das Problem von zwei Seiten zu betrachten – und beide Seiten betreffen mich: Die Sicht als Leser und die Sicht als Blogger.

Der Leser

Für den Leser bietet sich – abgesehen vom regelmäßigen Besuch der Website – z.B. ein WordPress-Abo an. Das ist aber nicht ganz so einfach. Denn zunächst muss sich der Leser auf wordpress.com registrieren. Dann muss er meine Website dort finden, das geht am einfachsten über die Suche nach „juengling-edv“ oder „die zwei seiten der it“. Dort befindet sich dann auch der „Folgen“-Button, den man anklicken sollte. In den eigenen Einstellungen (oben rechts Klick auf das eigene Userbild) gibt es unter „Benachrichtigungen“ dann die Möglichkeit, für jedes unterschiedliche Ereignis (z.B. neuer Beitrag, neuer Kommentar, …) die Option der Browser- oder eMail-Benachrichtigung zu setzen. Ich merke schon, das ist recht weit von der wünschenswerten 1-Klick-Lösung entfernt und wird wohl der Grund sein, weshalb es kaum jemand macht.

Ebenso könnte der Leser den RSS-Feed meiner Website abonnieren. Das ging früher sogar direkt im Firefox über die sogenannten „dynamischen Lesezeichen“. Leider hat Mozilla diese Funktion spätestens seit Version 64 entfernt. Damit bleibt nur noch die Verwendung eines separaten RSS-Readers übrig, wie ich es in diesem Artikel beschrieben habe.

Ein Newsletter könnte ebenfalls helfen, aber nur wenn der Autor sich die Mühe macht, einen solchen anzubieten. Ich habe es hier mal versucht, aber einerseits fanden sich so gut wie keine Abonnenten, und andererseits fehlte mir angesichts dessen die Motivation, Arbeit hineinzustecken.

Und zuguterletzt könnte man sich noch einen Kalendereintrag erstellen, der regelmäßig daran erinnert, nachzuschauen, ob es etwas Neues gibt. Aber das ist wohl doch ein wenig Overkill.

Der Schreiber

Auch der Blogger selbst könnte sicher etwas dazu tun, dass mehr Leute seine Ergüsse konsumieren. Da ist natürlich die wichtigste Regel: Schreib! Dieser Punkt ist sicher der schwierigste. Dem Blogger ein lapidares „schreib halt über was interessantes“ hinzuwerfen wäre zu kurz gegriffen. Was ist denn interessant? Dabei wäre die Zusatzfrage „für wen?“ besonders wichtig. So einfach ist es dann doch nicht.

Ich schreibe in erster Linie über Dinge, die mich interessieren. Da ich für das Schreiben nicht bezahlt werde, reicht mir das erstmal als Motivation. Würde ich Geld dafür bekommen, sähe das anders aus. Wenn der Kunde ein Handbuch für seine Software haben will, sind philosophische Erwägungen über das Leben, das Universum und den ganzen Rest eher fehl am Platze – allerhöchstens im Vorwort.

In meinem Blog sieht es anders aus. Da stehen Fachthemen neben Gedankenspielen. Bunt gemischt und locker aneinander gereiht entsteht so ein Blog über die IT und die Menschen. Ich hoffe, es gefällt.

Twitter, Facebook und andere „Social Networks“ können sicher auch helfen, das Blog und seine Artikel publik zu machen. Natürlich steht und fällt auch dort alles mit der Anzahl der mitlesenden Zeitgenossen, womit wir wieder am Anfang wären: Wie macht man denn den Twitter- und Facebook-Account bekannt?

Fazit

Wir sehen, so einfach ist es halt nicht.

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