Fake News — Right News

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Alle Artikel, die gestern auf diesem Blog erschienen sind, waren Fake News. Im Gegensatz dazu beschreiben alle Artikel dieses Blogs, die nicht am 1. April erscheinen, reale Sachverhalte, sind Meinungsäußerungen oder via Kategorie gekennzeichnete Geschichten.

Quelle: Pixabay

Das ist eigentlich nicht so überraschend, schließlich ist das hier ein eher technisch orientiertes Blog. (Oder sagt man „der Blog“?) Der 2. April ist kein schlechter Tag, um mal zu reflektieren, was man so alles im Netz vorgesetzt bekommt. Denn in letzter Zeit hat man den Eindruck, wir hätten den falschen Kalender an der Wand hängen und in Wahrheit sei 365 mal im Jahr 1. April. Ein Twitterer schrieb sinngemäß (ich finde den Tweet leider nicht mehr), der 1. April sei der einzige Tag im Jahr, an dem die Menschen sich fragen, ob das, was sie lesen, wirklich wahr ist.

Bei den technischen Artikeln ist das natürlich relativ leicht zu erkennen. Wenn ich vorschlage, irgendwas in einer bestimmten Weise zu tun, lässt sich das oft ganz einfach nachvollziehen. Die Lösung ist simpel: Probiert’s halt aus. Wenn es nicht klappt, meldet euch. Und wenn es völliger Schwachsinn sein sollte, wisst ihr, das waren Fake News. Aber ich bin überzeugt, meistens klappt es.

Bei Meinungsäußerungen gibt es per se ja eigentlich kein Richtig oder Falsch, also auch keine Fake News. Es ist halt (m)eine Meinung. Ihr mögt dieser zustimmen oder auch nicht, davon wird meine Meinung weder richtig noch falsch.

Auch bei Geschichten dürfte der fiktive Charakter schnell zu erkennen sein, auch wenn der Plural hier gegenwärtig noch etwas überzogen ist. Obwohl, „was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen schon Wirklichkeit sein“.

Bei Nachrichten ist das naturgemäß etwas schwieriger. Jeder Blogger kann alles schreiben, aber nur weil es irgendwo geschrieben steht, ist es noch lange nicht wahr. Extrem „links“ und „rechts“ orientierte Blogs zeigen in aller Deutlichkeit, dass Nachrichten auch immer ein wenig subjektiv dargestellt werden. Selbst die sogenannten „Mainstream-Medien“ scheinen gelegentlich etwas Nachschulungsbedarf bezüglich ihres journalistischen Anspruchs zu haben. Wenn ich also irgendwas schreibe wie „Wie xyz.de berichtet, …“, dann ist zumindest das uneingeschränkt wahr: Xyz hat das berichtet. Bei einigen Websites verlasse ich mich darauf, dass das gut recherchiert ist und glaube also, dass auch das Berichtete wahr ist. Mit Sicherheit wissen kann ich es meistens nicht, da ich nur höchst selten über Primärquellen verfüge.

Ich versichere euch, dass ich hier niemals wissentlich lügen werde. Auch der Einleitungssatz dieses Artikels stimmt 100%ig. Nur weil ich gestern keine Artikel veröffentlicht habe, ist die obige Aussage nicht falsch. Lediglich der möglicherweise vorschnell gezogene Schluss des Lesers, wenn von „alle Artikel“ die Rede sei, müsse es auch mindestens einen geben, führt diesen in die Irre.

Sprache ist ein faszinierendes Werkzeug. Den Umgang mit diesem Werkzeug muss man erlernen und üben. Mit Buchstaben allein ist es nicht getan, auch Worte – isoliert betrachtet – sind nicht viel Wert. Menschen, die auf’s Stichwort einen auswendig gelernten Text abspulen (egal, ob er gerade zur Situation passt) sind ein gutes Beispiel dafür. Ganze Sätze — ja, das wär’s! Und wenn der GMV dann noch deren Bedeutung, vielleicht sogar im Zusammenhang erkennt … Mann, wir könnten Berge versetzen!

Also bitte: Lest jeden Text sorgfältig und bildet euch eine eigene Meinung. Lernt, Fake News von Right News zu unterscheiden. Niemand hat gesagt, dass es einfach ist. Aber denken lohnt sich.

Ich finde, das darf ruhig mal gesagt werden.


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AuthorChristoph Jüngling

Selbständiger Softwareentwickler und Seminarleiter

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