Scriptsprachen müssen nicht schlechter sein

“Zum Programmieren braucht man eine richtige Programmiersprache. Scriptsprachen sind was für Anfänger.” Solche markanten Sprüche hört man selten, schließlich sind wir ja alle recht höflich. Aber ebenso wie “gestandene Programmierer” (das sind solche, die in C++ programmieren) über uns VB-Programmierer lächeln, so gibt es sicher auch VB-Programmierer, die über VB-Script-Programmierer lächeln.

Nun ist VB-Script sicher tatsächlich so eine dieser Sprachen, die man lieber links liegen lässt. Gegenüber “richtigen” Sprachen wir VB oder VB.Net haben sie unbestritten einige Nachteile, aber mal ehrlich … als Programmiersprache für umfangreiche Anwendungen war VB-Script doch ohnehin niemals gedacht. Meiner Ansicht nach war das nur eine Idee von Microsoft (wir erinnern uns an den Windows Scripting Host “WSH”), den allmächtigen Unix-Shell-Scripts (oh, dieser Name!) Paroli bieten zu können. Das konnten die MSDOS-Batches schließlich nie. Also ist es vielleicht doch nur dieser halbherzige Start, der dem Begriff “Scriptsprache” schon pränatal den Todesstoß versetzt hat. Und nun kommt jemand daher, und behauptet, eine Scriptsprache sei eine ernstzunehmende Alternative. Hat der sie noch alle?

Nun, Python ist durchaus eine ernstzunehmende Programmiersprache. Das wird vielleicht am ehesten dadurch deutlich, dass zwei Programme, die ich auf der AEK 14 vorgestellt habe, in Python geschrieben sind. Es sind dies die Quellcodeverwaltung Mercurial sowie die dafür sehr gute graphische Oberfläche TortoiseHg.

Es kommt einerseits auf die Sichtweise an.Andererseits natürlich auch darauf, was der Einzelne von der Programmiersprache versteht.

Es ist also nichts einfach so gut oder schlecht. Und da sind sie wieder, die Zwei Seiten der IT :-)

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Sicher ist sicher …

Wie der Postillon schreibt, benutzt “die NSA (…) offenbar winzige Kameras und Mikrophone, die bei modernen Duschköpfen serienmäßig integriert sind, um das Körperpflegeverhalten von Milliarden Menschen auszuspionieren”. In dem sehr unterhaltsamen Beitrag erfahren Sie außerdem, was Sie dagegen unternehmen können.

:-)

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Wer macht eigentlich unsere Website?

“Herzlich willkommen auf unserer neuen Homepage” steht auf so mancher Website eines Clubs. Was mit viel Arbeit — wie so oft von nur wenigen — begann, wird zunächst euphorisch begrüßt. Jeder ist froh, dass es geschafft ist, nun sind wir wer. Ein Verein mit Homepage!

Spitzfindig gesehen fangen die Probleme schon mit dem Begriff an: Oft wird einfach “Webseite” gesagt. Eine “Webseite” gibt es aber nicht, nein, es gibt Millionen, vielleicht Milliarden. Gemeint ist eigentlich eine “Website” vom englischen Wort “site” für “Stelle” oder “Platz”. Auch der Begriff “Homepage” ist irreführend, denn darin ist auch wieder die “Seite” (engl. “page”) enthalten. Wie man es auch nennt, es sind jedenfalls viele Seiten, die gepflegt werden wollen. Und wenn eine Website sogar verschiedene Themen beackern soll, dann müssen auch an die Struktur einige Anforderungen gestellt werden. Letzteres nicht nur zu Beginn. Auch im laufenden Betrieb sollte sichergestellt werden, dass die neuen Artikel in den richtigen Kategorien erscheinen.

Für Websites mit eher kontinuierlichen Veröffentlichungen bietet sich eine Blogstruktur an, wie sie auch auf dieser Seite zu finden ist.

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Boss oder Leader?

Für manche ist es ein Wortspiel, für andere Lebenseinstellung. Aber was ist der Unterschied zwischen einem “Boss” und einem “Leader”?

Wir müssen das leider englisch halten, denn “Führer” ist ja hierzulande leider ein negativ belegter Begriff. Obwohl “führen” (was ein Führer ja naturgemäß tut) eigentlich gar kein schlechter Begriff ist, besser jedenfalls als “treiben”.

Patrick hat dazu einen interessanten Denkanstoß auf seiner Homepage zu diesem Thema veröffentlicht.

 

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Doch wieder ein Access-Stammtisch in Kassel?

Auf der Rückfahrt von der AEK17 in Nürnberg saß ich mit Andreas zusammen im Bistro. Wir spekulierten darüber, den Access-Stammtisch in einer etwas anderen Form wieder aufleben zu lassen.

Einerseits sollte das Thema nicht so stark auf Access beschränkt sein, denn einige von uns beschäftigen sich inzwischen auch (oder sogar überwiegend) mit ganz anderen Themen. Über den Namen sollte man dann nochmal gemeinsam schnacken.

Auch die Frage der Häufigkeit stellte sich zwangsläufig, denn zu oft ist auch nicht gut. Es sollte nur regelmäßig sein.

Wer Interesse hat, kann mich gern per eMail kontaktieren.

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AEK 17 — Mein persönliches Fazit

"Pils aber nur in klein"
“Pils aber nur in klein”, sagte die Bedienung im Bratwurst-Röslein

Erstaunlich viele Teilnehmer fragten mich diesmal, wie die AEK mir gefallen hat, ob es ergiebig war. Für mich wieder einmal ein klares “Ja”. Die Vorträge waren interessant, frisch und frech präsentiert, ohne Dogmen, ohne Zwang, das Richtige sagen zu müssen. Auch darüber wurde interessanterweise viel gesprochen. Kann es sein, dass auf anderen Veranstaltungen eher die Regel “Wes’ Brot ich ess, des’ Lied ich sing” gilt?

Warum auch immer. Offenheit in der Kommunikation ermöglicht einen Blick über den Tellerrand, und das ist extrem nützlich, denn wir alle brauchen einen unverstellten Blick auf die Branche. Anders könnten wir unsere Kunden nicht vernünftig beraten. Da mag der einzelne für sich zu dem Schluss kommen, dass die Microsoft-Lösungen die besten auf der Welt wären. Auch dann wäre es wichtig zu wissen, warum genau das so ist.

Auch die Gespräche mit den Kollegen und Kolleginnen sind immer wieder interessant und ergiebig. Jeder hat eine andere Sicht auf die Dinge, und natürlich teilt kaum einer meine Meinung vollständig. Aber das ist gut so, denn so entstehen fruchtbare Diskussionen, die stets auch den Kern für neue Ideen in sich tragen.

Deswegen mag ich die AEK so.

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“Agil” ist nicht immer einfach

“Agile Methoden” sind seit einiger Zeit in aller Munde, man könnte es fast schon einen “Hype” nennen. Dennoch ist es alles andere als eine bloße Modeerscheinung; richtig angewandt helfen agile Vorgehensmodelle, klassische Fehler zu vermeiden, ohne neue zu machen.

Ein entscheidendes Problem sehe ich jedoch dabei: Agile Methoden sind noch nicht in den Köpfen aller Entscheider angekommen. Und manchmal habe ich den Eindruck, mich wie Don Quichotte bei seinem sprichwörtlichen Kampf gegen Windmühlenflügel wiederzufinden. Doch warum ist das so? Was unterscheidet die agilen Methoden von den klassischen?
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