Agile Monday Kassel

Wie schon einmal berichtet (und aus dem Namen unschwer zu erkennen) trifft sich der “Agile Monday Kassel” einmal im Monat in Kassel. Wir haben seit einigen Monaten das XoX in Kirchditmold (Baumgartenstraße 1, 34130 Kassel) zu unserer regelmäßigen Location auserkoren.

Es gibt gute Neuigkeiten. Fast 1 Jahr nach dem ersten Treffen beginnt der Agile Monday Kassel sich langsam zu konsolidieren. Alle Treffen waren bisher sehr ergiebig, aber zuletzt hatte sich die Teilnehmerzahl von drei in der Anfangsphase glatt verdoppelt!

Auch die Organisation wird immer interessanter. Neben der Xing-Gruppe und dem Trello-Board (ein virtuelles Kanban-Board, das uns hilft, die Themen im Blick zu halten), gibt es jetzt eine eigene Homepage für den Agile Monday: www.agile-monday.de. Und wir alle wissen ja, wie wichtig sprechende Namen für einen Programmierer sind :-) Der Betreiber ist Patrick Koglin, der das Treffen nach dem Vorbild aus Nürnberg ins Leben gerufen hat. Patrick nimmt auch gern Hinweis auf weitere Agile-Monday-Veranstaltungen entgegen und verlinkt die Seiten dann entsprechend.

Bei den Treffen geht es hauptsächlich um agile Techniken im Projektmanagement in Theorie und Praxis. Dabei spielen persönliche Erfahrungen eine wichtige Rolle — auch dann, wenn sie negativ waren. Denn wir alle können und wollen aus unseren Fehlern lernen. “Inspect and adapt” ist schließlich eines der Grundprinzipien des agilen Vorgehens.

Wer wissen will, was wir so machen, kann sich vorab ein paar Berichte anschauen.

Das nächste Treffen ist am 6. Oktober 2014 um 19 Uhr.

Noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Wer mich kennt, weiß, dass ich fast keine Veranstaltung ohne Fotos verlasse. Das wird auch hier bald so sein, wenn ich mit den Teilnehmern gesprochen habe. Also, stay tuned, wir tun was!

 

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Menschenlesbar

Oft liegt die Herausforderung darin, Dinge maschinenlesbar zu gestalten, denn ein Mensch, so glaubt man, könne ja schließlich alles lesen, was ein anderer geschrieben hat. Doch es gibt auch Gründe, es genau umgekehrt zu halten: Manche Dinge sollen zwar von Menschen, aber nicht von Maschinen (sprich: Programmen) gelesen werden können.

Die Angaben im Impressum einer geschäftlich genutzten Website zum Beispiel sind in aller Regel hervorragend geeignet, um Werbefirmen mit interessanten weil zielgruppenspezifischen Adressdaten zu versorgen. Leider schreibt das Gesetz in Deutschland vor, dass die komplette Adresse und weitere Kontaktdaten im Impressum zu stehen haben.

Es steht aber meines Wissens nirgendwo, dass diese maschinell auswertbar sein müssen. Sie müssen nur “leicht” zu erkennen sein. Manche Urteile scheinen sogar die Anzahl Klicks von der Homepage zum Impressum festzulegen, ebenso die Begriffe, unter denen selbiges dann erreichbar sein muss. Das alles dient nicht nur der Rechtssicherheit, sondern arbeitet auch denen in die Hand, die meine Adressen für von mir nicht gewünschte Zwecke verwenden wollen.

Aus diesem Grunde bin ich dankbar für den Tipp, den ich heute bekam: https://privacy-captcha.com

Schauen Sie es sich an, mehr muss man wohl nicht dazu sagen.

 

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Hinter den Nebeln verborgen

Wolken. So deutlich wir sie auch sehen können, bestehen sie doch aus fast nichts. Fliegen wir mit dem Flugzeug durch sie hindurch, streift bestenfalls der Hauch der Erinnerung an das Nebelland unseren Geist. Das Flugzeug lässt sich von solchen metaphorischen Dingen nicht beirren. Doch nicht immer ist das, was man sieht, auch das, was dort in Wahrheit vorhanden ist. Manchmal muss man lernen, die Welt hinter den Nebeln zu sehen. Und nur wenige schaffen den Übergang, wie die Priesterinnen von Avalon.

Schweizer NaturWas ursprünglich mit wenig Platz anfing (für mehr durfte man monatlich kräftig bezahlen) entwickelt sich langsam zu einer Wolkenschlacht. Dropbox gestand seinen Usern 2 GB zu, die man mit fleißigen Freundschaftswerbungen stückweise erhöhen kann. UbuntuOne (der Dienst ist inzwischen eingestellt) begann gleich mit 5 GB und versuchte über Musikstreaming weitere Einnahmen zu generieren. Google Drive beinhaltet schon länger 15 GB, und nun legt Microsoft die nächste Runde auf: Aus ursprünglich 7 GB werden nun 15 GB. Die gibt es kostenlos für OneDrive-Nutzer, Office-365-Kunden erhalten sogar 1 TB.

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Das “liebe” Geld

Es gibt durchaus Leute, die Gefallen an viel Geld haben. Jedenfalls habe ich davon gehört. Andere sagen “Geld macht nicht glücklich”, und wieder andere “über Geld redet man nicht, das hat man”. Aber was ist dieses “Geld” eigentlich? Der Sinn des Lebens?

Zur Zeit der letzten Bankenkrise wurde natürlich viel über die Frage nachgedacht, ob es nicht auch Alternativen gäbe. Viele Leute haben die Banken schlechthin dafür verantwortlich gemacht, insbesondere diejenigen unter den Bänkern, die mit hochspekulativen Anlagen eine Bauchlandung gemacht haben. Und das war ja keineswegs das erste mal.

Was wäre, wenn es eine Währung gäbe, die völlig ohne Banken auskommt? Die so denzentral organisiert ist wie das Internet es mal war, deren Geld nur Bits und Bytes sind? Eine weltweit einheitliche Währung, die niemand kontrollieren kann, die keine Banken braucht, nicht gesperrt werden kann und deren Transaktionen nicht nachvollziehbar sind? So etwas gibt es nicht?

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CD-Booklet erzeugen

Mehr aus Spaß versuchte ich für eine Musiksammlung ein CD-Booklet zu drucken. Und natürlich wollte ich das mit LaTeX machen, was sonst? Der Anfang war leicht: Mit dem Lineal habe ich ein bestehendes Booklet ausgemessen und kam auf recht genau 12 x 12 cm im zusammengefalteten Zustand. Das lässt sich mit der KOMA-Script-Klasse scrartcl recht leicht erreichen:

\documentclass[paper=12cm:12cm, pagesize]{scrartcl}

Ein paar zusätzliche Optionen sorgen für den gewünschten Seitenaufbau: twoside für doppelseitiges Layout, titlepage für eine separate Titelseite, headings=small für nicht zu große Überschriften, und parskip=half für kleinere Absatzabstände.

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Etwas LaTeX gefällig?

% =====================================================
 \chapter{Vorwort}
 \label{chap:vorwort}
% =====================================================

% -----------------------------------------------------
 \section{Meine Motivation}
 \label{sec:motivation}
% -----------------------------------------------------

Ich arbeite seit einigen Jahren mit \LaTeX\index{\LaTeX}
\footnote{Man spricht es übrigens [la'tech] aus.\index{\LaTeX!Aussprache}
Das, was [la'teks] gesprochen wird, ist das Zeugs, das man anziehen kann.}
und wundere mich immer wieder über dessen Leistungsfähigkeit. So war es
keine Frage, dass ich \LaTeX\ verwendete, als meine Tochter um Hilfe bei
der Formatierung ihres Praktikumsberichtes\index{Praktikumsbericht} bat.
Gottseidank gab es damals keine Layout-Vorgaben wie in \fref{sec:layout}
erwähnt, so dass wir uns vollständig darauf konzentrieren konnten, den
Text ansprechend zu gestalten.

Die Erkenntnisse dessen, was man zu so einer Arbeit braucht, sind nun in
dieses Beispieldokument eingeflossen. Daher sind hier einige Pakete
\index{Pakete} bereits eingebunden, die man sich sonst mehr oder weniger
mühsam hätte zusammensuchen müssen. Weiterhin habe ich mir die Mühe
gemacht, deren Anwendung an konkreten Beispielen zu demonstrieren
(\fref{chap:Beispiele}).

Wer mehr lernen will, kann sich über \LaTeX\ an unzähligen Stellen im WWW
informieren. Über das verwendete KOMA-Script\index{KOMA-Script} gibt es
sogar ein richtiges Buch \cite{KOMAscript}. Auch der Verein DANTE e.V.
\index{DANTE e.V.} \cite{dante} bietet eine Menge Hilfen an. Ein guter
Anfang dürfte ebda. die Website
\href{http://www.dante.de/tex/TeXAnfaenger.html}{Erste Schritte mit \TeX,
\LaTeX\ und Co} sein.

Bei der Verwendung einer Suchmaschine\index{Suchmaschine} wird jedoch
empfohlen, dem Suchbegriff "`latex"' noch mindestens einen weiteren
Begriff hinzuzufügen, da andernfalls die Gefahr besteht, bei dem Stoff
mit der Aussprache [la'teks] zu landen.

Der obige Text ist LaTeX-Quelltext für ein Dokument, das ich gerade veröffentlicht habe. Wie man leicht sehen kann, ist es gar nicht so schwer, sich in diese Thematik einzuarbeiten. Einiges davon kann man recht einfach erraten, wie zum Beispiel die Befehle Chapter, Section oder Footnote.

Wer will wissen, wie es mit der LaTeX-Geschichte weiter geht?

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Ist MarkDown wirklich das neue LaTeX?

Ich beschäftige mich schon seit längerem intensiv mit LaTeX und bin immer wieder aufs Neue von dessen Leistungsfähigkeit überrascht. Daher ließ mich Patricks Aussage “MarkDown ist das neue LaTeX” aufhorchen. Grund genug, sich etwas intensiver mit dem vermeintlichen Herausforderer zu beschäftigen.

Dabei geht es mir gar nicht um die Frage, wer denn nun Recht hat. Vieles dabei ist sowieso Geschmackssache, und ähnlich endlose Diskussionen wie “Linux oder Windows” oder “Nikon ist besser als Canon” etc. wollte ich nicht anzetteln. Einige schnelle Recherchen brachten zwar eine Menge Infos über verschiedene (!) MarkDown-Varianten zu Tage, doch auf Anhieb war nirgends ein Hinweis zu finden, wie man denn diese “Sprache” benutzen kann, um schöne Dokumente zu erzeugen. Und das ist es ja, was LaTeX neben vielem anderen auszeichnet: Das Ergebnis sieht ansprechend aus. So hielt ich es mit Justus Jonas, an dessen Empfehlung “Du musst tiefgründiger forschen!” sich bestimmt noch viele erinnern werden. Da kam mir der neu geschaffene “Agile Monday” gerade recht. Weiterlesen

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Lean Coffee = koffeinfreier Kaffee?

Na gut, neu ist das Prinzip sicher nicht, aber für mich war es neu, als ich vor einigen Wochen davon hörte: Lean Coffee, von mir scherzhaft mit “koffeinfreier Kaffee” übersetzt, ist eine Methode, die hilft, ein Meeting zu organisieren. Man sollte zwar meinen, dass es dazu nicht unbedingt noch eine Methode braucht. Schließlich gibt es ja landauf landab unzählige Meetings, und alle funktionieren doch. Oder? ODER?

Nein, leider nicht. Genausowenig wie ganz Gallien von den Römern besetzt ist, laufen alle Meetings effizient oder auch nur effektiv ab. Besonders wenn nicht schon von vornherein fest steht, worüber man sich unterhalten möchte. Und gerade für diese Art von Treffen kann Lean Coffee helfen. Kurz gesagt schreiben alle Teilnehmer ihre Wünsche, über was sie sprechen wollen, auf kleine Karteikarten. Dann stellen sie diese kurz vor. Anschließend gibt jeder mittels Klebepunkten oder auch mit einem Stift seine Stimme ab, wozu jeder Teilnehmer eine festgelegte Anzahl von Punkten hat. Man kann alle Punkte auf ein Thema setzen oder beliebig verteilen. Danach wird das Thema mit den meisten Punkten als erstes besprochen, dann das mit den zweitmeisten, usw. Weiterlesen

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Führen statt kontrollieren

The shepherd and his two border collies keep an eye on any divided flock
The shepherd and his two border collies keep an eye on any divided flock

Wer schon einige Jahrzehnte im Arbeitsleben steht, hat zwangsläufig schon viele Vorgesetzte erlebt. Jeder von ihnen pflegt in der Regel einen ganz eigenen Stil, seine (oder ihre) Mitarbeiter zu führen. Auch die Moderation einer Besprechung folgt ähnlichen Regeln. Und nicht immer läuft alles glatt.

Da ist vielleicht ein Chef, der täglich ein Meeting abhält, bei dem er von jedem Mitarbeiter wissen will, was er oder sie gerade macht, wenn ja warum, wenn nein warum nicht. Dann gibt es die Arbeitsanweisungen für den Tag und so wird gefälligst gearbeitet.

Oder jemand, der zu Beginn eines Projektes eine minutiöse Planung der kommenden 6 Monate erwartet und sich dann stillschweigend darauf verlässt, dass diese Planung (die im Grunde bestenfalls eine Prognose ist), auch genauestens eingehalten wird.

Ein anderer hält zwar nur im Monatsrhythmus große Meetings ab, vergisst dabei aber, dass zwischen Statusbericht und Lösungsfindungsprozess ein Unterschied besteht. Daher laufen die Meetings oft aus dem Ruder und es wird länger diskutiert als nötig.

Auch wenn ich das hier sehr plakativ und auch ein wenig übersteigert dargestellt habe, einiges davon dürfte meinen Lesern sicher bekannt vorkommen.

Welcher Führungsstil ist der richtige?

Es ist leicht, immer nur zu meckern, doch wie macht man es richtig? Kann man überhaupt einen einzigen Führungsstil als den besten überhaupt betrachten, oder muss nicht vielmehr nach denen differenziert werden, die man führen soll? Denn wie bei den Chefs findet man auch bei Mitarbeitern sehr unterschiedliche Typen. Da gibt es die, die sich verzetteln, wenn man sie nicht an die Hand nimmt und in kleinen Schritten zum Erfolg führt. Andere empfinden dies eher als störend, denn sie haben ihre eigenen Ideen und möchten diese sehr gerne umsetzen. Dabei benötigen sie natürlich einige Informationen, wie z.B. die Kenntnis über die strategische Ausrichtung der Abteilung oder sogar des Unternehmens.

Informationen sind wichtig

Leider wird auch das oft zu wenig beachtet. “Mitarbeiter brauchen nichts zu wissen” scheint man oft zu denken. Wer viel weiß, der kann die Strategie durcheinanderbringen und vielleicht aus Ego-Gründen gegen den Chef arbeiten.

Vor einiger Zeit begann sich der Begriff des “kooperativen Führungsstils” zu etablieren. Der Gedanke, dass ein Mitarbeiter nicht nur ein dummer Befehlsempfänger ist, sondern ein denkendes Individuum, mit dem man als Vorgesetzter zusammenarbeitet, war damals sicher neu und revolutionär. Immerhin heißt es ja inzwischen auch “Mitarbeiter” und nicht mehr “Untergebener”. Leider sagt man aber auch in zunehmendem Maße “Human Resources”.

Inzwischen sind Jahrzehnte vergangen, aber manchmal hat man doch eher den Eindruck, dass Micromanagement jeder Diskussion auf Augenhöhe vorgezogen wird. Doch warum den selben Fehler nachmachen, wenn man ihn schon als Fehler erkannt hat? Warum nicht mal versuchen, es selbst als neue oder auch erfahrene Führungskraft anders zu machen?

In diesem Zusammenhang sind mir zwei Beiträge im Netz aufgefallen. Eines ist ein Video von Leonard Bernstein, der mit minimalistischen Gesten ein Orchester dirigiert. Diesen Beitrag habe ich ursprünglich im Persönlichkeits-Blog entdeckt. Das andere ist der Schäfer mit seiner Herde, den ich als Titelbild dieses Artikels ausgewählt habe.

Denn aus der Sicht eines Angestellten ist vielleicht der Chef, der vertrauensvoll und einfühlsam mit seinen Mitarbeitern umgeht, derjenige, der am ehesten dieses Vertrauen auch zurückbekommt. Das heißt nicht, dass jeden Tag ein Gruppenkuscheln angesagt ist. Aber ein offenes Auge und Ohr für die Bedürfnisse und Probleme der Kollegen bewirkt manchmal Wunder. Ja, ich habe “Kollegen” gesagt, nicht “Untergebene” und nicht “Mitarbeiter”. Warum nicht auch mal unkonventionell an diesen Punkt herangehen?

Bild: Ben Thé Man

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