Hinter den Nebeln verborgen

Wolken. So deutlich wir sie auch sehen können, bestehen sie doch aus fast nichts. Fliegen wir mit dem Flugzeug durch sie hindurch, streift bestenfalls der Hauch der Erinnerung an das Nebelland unseren Geist. Das Flugzeug lässt sich von solchen metaphorischen Dingen nicht beirren. Doch nicht immer ist das, was man sieht, auch das, was dort in Wahrheit vorhanden ist. Manchmal muss man lernen, die Welt hinter den Nebeln zu sehen. Und nur wenige schaffen den Übergang, wie die Priesterinnen von Avalon.

Schweizer NaturWas ursprünglich mit wenig Platz anfing (für mehr durfte man monatlich kräftig bezahlen) entwickelt sich langsam zu einer Wolkenschlacht. Dropbox gestand seinen Usern 2 GB zu, die man mit fleißigen Freundschaftswerbungen stückweise erhöhen kann. UbuntuOne (der Dienst ist inzwischen eingestellt) begann gleich mit 5 GB und versuchte über Musikstreaming weitere Einnahmen zu generieren. Google Drive beinhaltet schon länger 15 GB, und nun legt Microsoft die nächste Runde auf: Aus ursprünglich 7 GB werden nun 15 GB. Die gibt es kostenlos für OneDrive-Nutzer, Office-365-Kunden erhalten sogar 1 TB.

Spätestens nachdem Condoleezza Rice, die ehemalige Ausenministerin der USA, im April 2014 in den Verwaltungsrat von Dropbox berufen wurde (Artikel auf heise.de), horchten Anwender und Medien auf und verwiesen auf die Risiken der Cloud-Dienste. Rice gilt als Mitverantwortliche für den massiven Ausbau der Überwachungen nach den Anschlägen des 11. Septemer 2001. Dass ausgerechnet sie über Nacht vom Saulus zum Paulus geworden sein soll, will keiner so recht glauben.

Kontroverses Thema

Aber auch ohne prominente Gesichter ist die “Cloud” schlechthin ein kontroverses Thema. Denn was im Vertrauen auf die wolkigen Versprechungen der Anbieter in den Clouds des großen bösen Internets gespeichert wird, ist vielleicht sicher vor Datenverlust auf dem heimischen PC, aber keineswegs sicher vor unbefugtem Zugriff. Es verhält sich damit im Grunde so, als ob man die externe Festplatte mit der Datensicherung einem wildfremden Menschen in die Hand drückt, von dem man bestenfalls das Versprechen bekommt, dass er die Daten nicht anschaut, missbraucht oder weitergibt und letztlich immer wenn wir es wollen uns wieder aushändigt.

Dropbox hatte zwar von Anfang an auf durchgehende Verschlüsselung gesetzt und behauptet, nicht nur die Übertragung zum Cloudspeicher sei verschlüsselt, sondern auch die Daten selbst, während sie auf ihren Servern liegen. Nicht einmal deren Admins seien in der Lage, die Daten einzusehen, wurde behauptet. Damals gehörte die Firma noch nicht zu Microsoft. Heute muss man allerdings gewisse Zweifel haben, dass diese Technik in der Form immer noch Bestand hat. Nicht nur dass Dateien aufgrund von reinen Behauptungen Dritter wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen gesperrt werden (siehe Artikel und noch ein Artikel). Auch ich selbst habe vor einiger Zeit bemerkt, dass meine LaTeX-Dateien (Dateiendung “.tex”) ohne Fehlermeldung einfach nicht in den Dropbox-Speicher gelangten und folglich nicht mit meinem anderen Rechner synchronisiert werden konnten. Mit dem Urheberrecht sollte dies nichts zu tun haben, denn der Text war von mir selbst und auch das LaTeX-Dateiformat ist nichts geheimnisvolles, sondern im wesentlichen Klartext (siehe “Etwas LaTeX gefällig?“). Auch der Datei-Hashwert, wie in einem der verlinkten Artikel erwähnt, kann hier nicht erkannt worden sein, da die Datei gerade erst von mir erstellt und noch nie veröffentlicht wurde.

Einige Veröffentlichungen bezüglich geloggter Zugriffe auf bestimmte Webseiten bekräftigen die Zweifel. Vor einiger Zeit ging der Bericht durch das Netz, dass jemand testweise eine Datei mit Links zu einer gerade erst erstellten Website in die Dropbox gelegt hatte, und unmittelbar darauf im Log des Webservers einen Zugriff aus dem Dropbox-Netz verzeichnete. Zweifellos musste die Datei gescannt und die URL überprüft worden sein. Mit der durchgehenden Verschlüsselung der Dateien kann es also nicht allzuweit her sein, oder aber (was technisch durchaus möglich ist) jemand hat einen zweiten Schlüssel, mit dem die Daten ebenfalls entschlüsselt werden können. Der User “klink” bringt es im Golem-Forum kurz und knapp auf den Punkt: “NSA-Drive? Nein Danke!” (18.7.2014, 01:02 h)

Meine persönlichen Ansichten über Cloud-Dienste sind ambivalent. Ich sehe die Vorteile und die Bequemlichkeiten gerade in Verbindung mit mobilen Geräten, aber ich sehe auch die Nachteile, indem ich meine Daten einem Dienstleister anvertraue, der mein Vertrauen möglicherweise zwar verdient, sich jedoch gegen seine Regierung und die Geheimdienste nicht wehren kann.

Daher bin ich konsequent inkonsequent. Ich halte es für wichtig, um die Risiken zu wissen und mit ihnen angemesen umzugehen. Ich warne vor der Cloud, nutze selbst aber Evernote, weil es meine Arbeitsweise unterstützt. Egal wo ich bin kann ich spontane Ideen notieren oder ganze Artikel schreiben (wie diesen). Ich kann Links per eMail an mein Evernote-Konto schicken und dabei sofort mit Schlagworten versehen. Am PC schreibe ich eine Einkaufsliste und auf dem Smartphone im Supermarkt hake ich die Sachen ab, wenn ich sie in den Einkaufswagen lege. Immerhin ist Evernote bezüglich der Verschlüsselung ehrlich zu seinen Kunden: Die Verbindung vom Gerät zum Server ist verschlüsselt, aber die Daten liegen auf den Evernote-Servern unverschlüsselt. Anders könnten sie die zusätzlichen Dienste wie Texterkennung in Bildern oder Indizierung nicht anbieten, sagen sie. Das stimmt sicher, und den Mehrwert nehme ich als Premium-User gerne an, auch wenn die Grenze zwischen lokalem PC und dem Netz immer weiter durchlässig wird.

Mich verwundert es nicht, dass immer mehr Cloudanbieter ihren Kunden immer mehr Speicherplatz kostenlos gewähren. Und wenn Ihr erst alle Eure Musik- und Videodateien in den Cloud-Himmel gelegt habt, dann werdet Ihr merken, dass Daten sehr flüchtig sind, und dann könntet Ihr eines Tages Euer „Blaues Wunder“ erleben.

Undurchsichtig, aber nicht undurchdringlich war einst auch die Grenze zwischen Avalon und dieser Welt, zwischen der Welt der Mysterien und dem, was wir “wirkliche Welt” nennen. Und für die meisten unter uns werden auch die Mysterien der IT auf ewig im Nebel hinter dem Verstehens verborgen bleiben, so wie es die alten Mysterien für jeden Uneingeweihten schon waren, als Atlantis noch existierte. Doch anders als auf Avalon muss man heute kein Priester mehr sein, um die Mysterien (der IT) zu verstehen.

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Das “liebe” Geld

Es gibt durchaus Leute, die Gefallen an viel Geld haben. Jedenfalls habe ich davon gehört. Andere sagen “Geld macht nicht glücklich”, und wieder andere “über Geld redet man nicht, das hat man”. Aber was ist dieses “Geld” eigentlich? Der Sinn des Lebens?

Zur Zeit der letzten Bankenkrise wurde natürlich viel über die Frage nachgedacht, ob es nicht auch Alternativen gäbe. Viele Leute haben die Banken schlechthin dafür verantwortlich gemacht, insbesondere diejenigen unter den Bänkern, die mit hochspekulativen Anlagen eine Bauchlandung gemacht haben. Und das war ja keineswegs das erste mal.

Was wäre, wenn es eine Währung gäbe, die völlig ohne Banken auskommt? Die so denzentral organisiert ist wie das Internet es mal war, deren Geld nur Bits und Bytes sind? Eine weltweit einheitliche Währung, die niemand kontrollieren kann, die keine Banken braucht, nicht gesperrt werden kann und deren Transaktionen nicht nachvollziehbar sind? So etwas gibt es nicht?

Gibt es doch. Die Währung heißt “Bitcoin”, und der Name ist Programm. Denn in der Tat ist diese “Münze” vollständig digital, besteht also nur aus Bits. Es ist eine Kryptowährung. Ein Bitcoin ist ein kleines Datenpaket, das mittels kryptographischer Verfahren so abgesichert ist, dass es nicht gefälscht und nicht kopiert werden kann. Doch gerade letzteres stimmt nicht ganz: Natürlich kann man die Daten kopieren, nur nützt es nichts, abgesehen davon, dann eine Datensicherung zu haben. Denn jede Verwendung einer Bitcoin wird im Netzwerk festgehalten, und sollte jemand versuchen, dieselbe Coin zweimal auszugeben, würde das Netzwerk diese Transaktion nicht verifizieren.

Spenden-Bitcoin-QR-CodeIch habe mich in letzter Zeit etwas in diese Thematik eingelesen und bin zu dem Schluss gekommen, es einfach mal auszuprobieren. Daher veröffentliche ich hier den Zugang zu meiner digitalen Geldbörse :-)

Scanne den nebenstehenden QR-Code mit deiner Wallet, alternativ kopiere die nachfolgende Adresse, um mir eine beliebige Menge Bitcoins (oder Milli- oder Mikro-Bitcoins) zuzusenden. bitcoin:15FjwAAp9BjkFhhZi1r1Z9FGUnGFV7TrJx

Natürlich kriegt niemand mit dem Code Zugriff auf mein Konto. Dieser Code dient ausschließlich dazu, mir Bitcoins zu senden. Er ist zu nichts anderem da.

Wenn du also der Ansicht bist, meine Artikel (oder auch nur einer davon) seien hilfreich gewesen, dann freue ich mich über jede Spende. Aber niemand sollte sich zu irgendetwas gezwungen fühlen.

Trotzdem: Danke für’s Lesen und Dabeisein, und vielleicht sogar auch danke für die Spende :-)

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CD-Booklet erzeugen

Mehr aus Spaß versuchte ich für eine Musiksammlung ein CD-Booklet zu drucken. Und natürlich wollte ich das mit LaTeX machen, was sonst? Der Anfang war leicht: Mit dem Lineal habe ich ein bestehendes Booklet ausgemessen und kam auf recht genau 12 x 12 cm im zusammengefalteten Zustand. Das lässt sich mit der KOMA-Script-Klasse scrartcl recht leicht erreichen:

\documentclass[paper=12cm:12cm, pagesize]{scrartcl}

Ein paar zusätzliche Optionen sorgen für den gewünschten Seitenaufbau: twoside für doppelseitiges Layout, titlepage für eine separate Titelseite, headings=small für nicht zu große Überschriften, und parskip=half für kleinere Absatzabstände.

Ein paar weitere Pakete runden das Portfolio ab:

\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[ansinew]{inputenc}
\usepackage{lmodern}
\usepackage{graphicx}
\usepackage{blindtext}

Titel und Autor wie gewohnt definieren, und dann ist ein kleines Testdokument schnell erzeugt:

\begin{document}
  \pagestyle{empty}
  \maketitle
  \pagestyle{plain}
  \blinddocument
\end{document}
Testseiten

Testseiten

Wie nebenstehend gezeigt muss dem PDF-Reader mitgeteilt werden, dass man doppelseitiges Layout haben möchte, und dass die Titelseite diesem zu entsprechen habe. Da im Buchdruck die Titelseite grundsätzlich rechts ist, wird das dann auch auf dem Monitor so dargestellt. Der Vorteil dabei ist, dass man gleich den Seitenaufbau einer Doppelseite beurteilen kann und innere und äußere Ränder korrekt dargestellt werden.

Man sieht hier sehr deutlich, dass der innere Rand beider Seiten zusammengenommen genauso breit ist wie jeder der beiden äußeren Ränder. Das macht LaTeX automatisch, sofern man nicht eingreift.

Über die Textgestaltung will ich an dieser Stelle jetzt nichts mehr schreiben, denn das entspricht im Grunde dem üblichen Verhalten, die sicher auch von anderen Texten her bekannt sind. Aber jetzt wird es spannend: Wie bringen wir das jetzt so zu Papier, dass anschließend auch wirklich ein Booklet entsteht?

Der erste Schritt ist inzwischen gemacht: Das PDF, das nach dem Compilieren mit pdflatex entsteht, zeigt hintereinander alle 12×12-cm-Seiten korrekt an, wie wir das von anderen Dokumenten auch gewohnt sind (wenn auch mit anderen Papiergrößen).

Nun erstellen wir eine neue Datei und nennen sie booklet.tex. Diese bekommt folgenden Inhalt (angenommen, die erste Datei hieße cd-1.pdf):

\documentclass[paper=12cm:24cm, landscape, pagesize]{scrartcl}
\usepackage{pdfpages}
\begin{document}
    \includepdf[pages=-, booklet]{cd-1}
\end{document}

Die Papiergröße bei documentclass ist nun doppelt so breit, da nun beide Seiten nebeneinander liegen sollen. Mit includepdf werden im Modus booklet alle Seiten (page=-) importiert. Diesmal reicht ein Compilerlauf, das Ergebnis sieht dann so aus:

Doppelseiten

Doppelseiten

Es fällt sofort auf, dass einige dieser virtuellen Seiten auf dem Kopf stehen. Das ist vollkommen korrekt, denn der Text soll ja nach dem Wenden des Papiers (das macht hoffentlich der Drucker für uns) wieder richtig herum zu lesen sein.

Nun kommt der dritte Schritt, der dann die endgültige Form für den Ausdruck liefert. Wieder brauchen wir eine neue Datei, ich nenne sie diesmal booklet-mit-beschnittmarken.tex, und folgendem Inhalt:

\documentclass[paper=24cm:12cm]{scrartcl}
\usepackage{pdfpages}
\usepackage[
    a4,         % die Papiergröße im Drucker
    cross,      % Beschnittmarken hinzufügen
    landscape,  % wieder Querformat
    center,     % zentriere auf dem größeren Druckbogen
]{crop}
\begin{document}
    \includepdf[pages=-]{booklet}
\end{document}

Das Ergebnis (ich zeige jetzt nur noch ein Blatt) können wir dann auf den Drucker schicken. Dieser sollte auf “Doppelseitig” mit “Bindung an der langen Kante” oder etwas vergleichbares eingestellt sein.

Fertig für den Druck

Fertig für den Druck

Ausdrucken, an den Beschnittmarken schneiden, in der Mitte falten, heften und fertig ist das Booklet.

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Etwas LaTeX gefällig?

% =====================================================
 \chapter{Vorwort}
 \label{chap:vorwort}
% =====================================================

% -----------------------------------------------------
 \section{Meine Motivation}
 \label{sec:motivation}
% -----------------------------------------------------

Ich arbeite seit einigen Jahren mit \LaTeX\index{\LaTeX}
\footnote{Man spricht es übrigens [la'tech] aus.\index{\LaTeX!Aussprache}
Das, was [la'teks] gesprochen wird, ist das Zeugs, das man anziehen kann.}
und wundere mich immer wieder über dessen Leistungsfähigkeit. So war es
keine Frage, dass ich \LaTeX\ verwendete, als meine Tochter um Hilfe bei
der Formatierung ihres Praktikumsberichtes\index{Praktikumsbericht} bat.
Gottseidank gab es damals keine Layout-Vorgaben wie in \fref{sec:layout}
erwähnt, so dass wir uns vollständig darauf konzentrieren konnten, den
Text ansprechend zu gestalten.

Die Erkenntnisse dessen, was man zu so einer Arbeit braucht, sind nun in
dieses Beispieldokument eingeflossen. Daher sind hier einige Pakete
\index{Pakete} bereits eingebunden, die man sich sonst mehr oder weniger
mühsam hätte zusammensuchen müssen. Weiterhin habe ich mir die Mühe
gemacht, deren Anwendung an konkreten Beispielen zu demonstrieren
(\fref{chap:Beispiele}).

Wer mehr lernen will, kann sich über \LaTeX\ an unzähligen Stellen im WWW
informieren. Über das verwendete KOMA-Script\index{KOMA-Script} gibt es
sogar ein richtiges Buch \cite{KOMAscript}. Auch der Verein DANTE e.V.
\index{DANTE e.V.} \cite{dante} bietet eine Menge Hilfen an. Ein guter
Anfang dürfte ebda. die Website
\href{http://www.dante.de/tex/TeXAnfaenger.html}{Erste Schritte mit \TeX,
\LaTeX\ und Co} sein.

Bei der Verwendung einer Suchmaschine\index{Suchmaschine} wird jedoch
empfohlen, dem Suchbegriff "`latex"' noch mindestens einen weiteren
Begriff hinzuzufügen, da andernfalls die Gefahr besteht, bei dem Stoff
mit der Aussprache [la'teks] zu landen.

Der obige Text ist LaTeX-Quelltext für ein Dokument, das ich gerade veröffentlicht habe. Wie man leicht sehen kann, ist es gar nicht so schwer, sich in diese Thematik einzuarbeiten. Einiges davon kann man recht einfach erraten, wie zum Beispiel die Befehle Chapter, Section oder Footnote.

Wer will wissen, wie es mit der LaTeX-Geschichte weiter geht?

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Ist MarkDown wirklich das neue LaTeX?

Ich beschäftige mich schon seit längerem intensiv mit LaTeX und bin immer wieder aufs Neue von dessen Leistungsfähigkeit überrascht. Daher ließ mich Patricks Aussage “MarkDown ist das neue LaTeX” aufhorchen. Grund genug, sich etwas intensiver mit dem vermeintlichen Herausforderer zu beschäftigen.

Dabei geht es mir gar nicht um die Frage, wer denn nun Recht hat. Vieles dabei ist sowieso Geschmackssache, und ähnlich endlose Diskussionen wie “Linux oder Windows” oder “Nikon ist besser als Canon” etc. wollte ich nicht anzetteln. Einige schnelle Recherchen brachten zwar eine Menge Infos über verschiedene (!) MarkDown-Varianten zu Tage, doch auf Anhieb war nirgends ein Hinweis zu finden, wie man denn diese “Sprache” benutzen kann, um schöne Dokumente zu erzeugen. Und das ist es ja, was LaTeX neben vielem anderen auszeichnet: Das Ergebnis sieht ansprechend aus. So hielt ich es mit Justus Jonas, an dessen Empfehlung “Du musst tiefgründiger forschen!” sich bestimmt noch viele erinnern werden. Da kam mir der neu geschaffene “Agile Monday” gerade recht. Weiterlesen

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Lean Coffee = koffeinfreier Kaffee?

Na gut, neu ist das Prinzip sicher nicht, aber für mich war es neu, als ich vor einigen Wochen davon hörte: Lean Coffee, von mir scherzhaft mit “koffeinfreier Kaffee” übersetzt, ist eine Methode, die hilft, ein Meeting zu organisieren. Man sollte zwar meinen, dass es dazu nicht unbedingt noch eine Methode braucht. Schließlich gibt es ja landauf landab unzählige Meetings, und alle funktionieren doch. Oder? ODER?

Nein, leider nicht. Genausowenig wie ganz Gallien von den Römern besetzt ist, laufen alle Meetings effizient oder auch nur effektiv ab. Besonders wenn nicht schon von vornherein fest steht, worüber man sich unterhalten möchte. Und gerade für diese Art von Treffen kann Lean Coffee helfen. Kurz gesagt schreiben alle Teilnehmer ihre Wünsche, über was sie sprechen wollen, auf kleine Karteikarten. Dann stellen sie diese kurz vor. Anschließend gibt jeder mittels Klebepunkten oder auch mit einem Stift seine Stimme ab, wozu jeder Teilnehmer eine festgelegte Anzahl von Punkten hat. Man kann alle Punkte auf ein Thema setzen oder beliebig verteilen. Danach wird das Thema mit den meisten Punkten als erstes besprochen, dann das mit den zweitmeisten, usw. Weiterlesen

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Zugriff auf Android-Geräte via MTP mit Ubuntu

Auf Linux und ich habe ich eine gute Beschreibung für eine recht ordentliche Lösung gefunden, einen Androiden als Dateisystem in Ubuntu zu mounten.

 

 

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Führen statt kontrollieren

The shepherd and his two border collies keep an eye on any divided flock

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Wer schon einige Jahrzehnte im Arbeitsleben steht, hat zwangsläufig schon viele Vorgesetzte erlebt. Jeder von ihnen pflegt in der Regel einen ganz eigenen Stil, seine (oder ihre) Mitarbeiter zu führen. Auch die Moderation einer Besprechung folgt ähnlichen Regeln. Und nicht immer läuft alles glatt.

Da ist vielleicht ein Chef, der täglich ein Meeting abhält, bei dem er von jedem Mitarbeiter wissen will, was er oder sie gerade macht, wenn ja warum, wenn nein warum nicht. Dann gibt es die Arbeitsanweisungen für den Tag und so wird gefälligst gearbeitet.

Oder jemand, der zu Beginn eines Projektes eine minutiöse Planung der kommenden 6 Monate erwartet und sich dann stillschweigend darauf verlässt, dass diese Planung (die im Grunde bestenfalls eine Prognose ist), auch genauestens eingehalten wird.

Ein anderer hält zwar nur im Monatsrhythmus große Meetings ab, vergisst dabei aber, dass zwischen Statusbericht und Lösungsfindungsprozess ein Unterschied besteht. Daher laufen die Meetings oft aus dem Ruder und es wird länger diskutiert als nötig.

Auch wenn ich das hier sehr plakativ und auch ein wenig übersteigert dargestellt habe, einiges davon dürfte meinen Lesern sicher bekannt vorkommen.

Welcher Führungsstil ist der richtige?

Es ist leicht, immer nur zu meckern, doch wie macht man es richtig? Kann man überhaupt einen einzigen Führungsstil als den besten überhaupt betrachten, oder muss nicht vielmehr nach denen differenziert werden, die man führen soll? Denn wie bei den Chefs findet man auch bei Mitarbeitern sehr unterschiedliche Typen. Da gibt es die, die sich verzetteln, wenn man sie nicht an die Hand nimmt und in kleinen Schritten zum Erfolg führt. Andere empfinden dies eher als störend, denn sie haben ihre eigenen Ideen und möchten diese sehr gerne umsetzen. Dabei benötigen sie natürlich einige Informationen, wie z.B. die Kenntnis über die strategische Ausrichtung der Abteilung oder sogar des Unternehmens.

Informationen sind wichtig

Leider wird auch das oft zu wenig beachtet. “Mitarbeiter brauchen nichts zu wissen” scheint man oft zu denken. Wer viel weiß, der kann die Strategie durcheinanderbringen und vielleicht aus Ego-Gründen gegen den Chef arbeiten.

Vor einiger Zeit begann sich der Begriff des “kooperativen Führungsstils” zu etablieren. Der Gedanke, dass ein Mitarbeiter nicht nur ein dummer Befehlsempfänger ist, sondern ein denkendes Individuum, mit dem man als Vorgesetzter zusammenarbeitet, war damals sicher neu und revolutionär. Immerhin heißt es ja inzwischen auch “Mitarbeiter” und nicht mehr “Untergebener”. Leider sagt man aber auch in zunehmendem Maße “Human Resources”.

Inzwischen sind Jahrzehnte vergangen, aber manchmal hat man doch eher den Eindruck, dass Micromanagement jeder Diskussion auf Augenhöhe vorgezogen wird. Doch warum den selben Fehler nachmachen, wenn man ihn schon als Fehler erkannt hat? Warum nicht mal versuchen, es selbst als neue oder auch erfahrene Führungskraft anders zu machen?

In diesem Zusammenhang sind mir zwei Beiträge im Netz aufgefallen. Eines ist ein Video von Leonard Bernstein, der mit minimalistischen Gesten ein Orchester dirigiert. Diesen Beitrag habe ich ursprünglich im Persönlichkeits-Blog entdeckt. Das andere ist der Schäfer mit seiner Herde, den ich als Titelbild dieses Artikels ausgewählt habe.

Denn aus der Sicht eines Angestellten ist vielleicht der Chef, der vertrauensvoll und einfühlsam mit seinen Mitarbeitern umgeht, derjenige, der am ehesten dieses Vertrauen auch zurückbekommt. Das heißt nicht, dass jeden Tag ein Gruppenkuscheln angesagt ist. Aber ein offenes Auge und Ohr für die Bedürfnisse und Probleme der Kollegen bewirkt manchmal Wunder. Ja, ich habe “Kollegen” gesagt, nicht “Untergebene” und nicht “Mitarbeiter”. Warum nicht auch mal unkonventionell an diesen Punkt herangehen?

Bild: Ben Thé Man

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Befehle durch eigene ersetzen

Auch wenn VB6 inzwischen etwas in die Jahre gekommen ist, kann man wie gesagt einige nette Sachen damit anstellen. Eines davon mag überraschen, aber “Function Overloading” geht tatsächlich! Und das geht so.

Mal angenommen, wir hätten an unzähligen Stellen die Funktion MsgBox verwendet, um unglücklicherweise direkt mit dem Benutzer zu kommunizieren. Angenommen ferner, wir hätten damals (manche Programme sind halt schon etwas länger in Gebrauch) noch nichts von Model-View-Controller oder auch MVVM gehört. Nehmen wir weiterhin an, dass unser Auftrag darin bestünde, die Oberfläche ungeachtet aller dummen Fehler der Vergangenheit so umzubauen, dass das Programm durch einen Kommandozeilenaufruf gestartet und gesteuert werden könnte. Und natürlich darf es fast nichts kosten.

Dann bestünde das große Problem, dass wir an vielen Stellen auf den Benutzer warten würden, der aber nicht kommt, weil er gerade schläft. Denn es ist Nacht, und die Preußen kommen auch nicht. Was also tun?

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Access-Stammtisch Hannover

Nachdem der Kasseler Access-Stammtisch sich vor einiger Zeit mangels Interesse aufgelöst hat, möchte ich auf einen Treff in der weiteren Region hinweisen. Die fast gleichnamige Veranstaltung in Hannover hat sich gerade vor wenigen Tagen zum letzten mal in diesem Jahr getroffen. Der nächste Termin ist laut Website Mitte Februar 2014 in Isernhagen. Genaueres und vor allem aktuelleres und Kontaktmöglichkeiten findet man auf der Homepage: http://accesshannover.wordpress.com/

 

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