Support-Odyssee

Es ist mal wieder so weit. Ich habe mir ein neues Gerät gekauft und es funktioniert nicht richtig. Ich wende mich an den Support des Herstellers und das leider nur allzu bekannte Prozedere nimmt seinen Lauf.

Das Tomtom GO 6100 macht einen verlockenden Eindruck. Laut Herstellerangabe verfügt es über eine ansehnliche Leistungspalette:

Das TomTom GO 6100 ist unser fortschrittlichstes GO All-in-One-Gerät. Kommen Sie schneller ans Ziel mit Lebenslang TomTom-Diensten, inklusive Karten-Updates ohne zusätzliche Kosten, TomTom Traffic-Updates und Radarkamerawarnungen. Verbinden Sie Ihr TomTom GO 6100 mit MyDrive und senden Sie Ihr Ziel an Ihr GO, bevor Sie ins Auto einsteigen. Außerdem sorgt die ins Navigationsgerät integrierte SIM-Karte dafür, dass Sie jederzeit mit diesen Diensten verbunden sind – sogar im Ausland. Und das ohne Roamingkosten!

Die kostenfreie Versorgung mit Echtzeit-Verkehrsdaten und lebenslang aktuellem Kartenmaterial ist genau das, was mich letztlich überzeugt hat. Dafür nehme ich den etwas höheren Anschaffungspreis gern in Kauf.

Kontakt 1

Am Samstag, 21.5.2016, schrieb ich die folgende Nachricht im Supportbereich von Tomtom:

Ein neu gekauftes GO 6100 bringt bei dem Versuch, die Tomtom-Dienste zu aktivieren immer folgende Fehlermeldung: „Verbindungsfehler, Dienst vorübergehend nicht verfügbar“

Ich habe die Empfehlungen aus dem Support-Link [1] beachtet, also auch Reset und 1 Stunde warten, leider ohne Erfolg. GPRS-Empfang ist laut Info-Menü vorhanden.

Was kann ich noch tun? Ist vielleicht eine gesonderte Aktivierung der eingebauten SIM-Karte erforderlich?

[1] https://de.support.tomtom.com/app/answers/detail/a_id/10322/~/warum-funktionieren-meine-tomtom-traffic%2Flive-services-nicht%3F

Ich hoffe, es ist klar geworden, dass es um das Gerät geht und nicht um den PC, dass es kein Netzwerkproblem ist und dass ich einen Reset des Gerätes bereits gemacht habe.

Antwort 1

Die Antwort des Tomtom-Mitarbeiters lässt nicht lange auf sich warten. Noch innerhalb der versprochenen 2 Werktage erhalte ich am Dienstag, 24.5.2016 gegen 13 Uhr eine Mail, bei der schon der erste Satz ein eklatantes Problem mit dem Verständnis erkennen lässt:

Sie haben uns kontaktiert, weil Sie nicht Ihr Gerät aktualisieren können.

Setzen Sie das Gerät zurück wie unter … beschrieben.

Eine LAN-Internetverbindung ist im Allgemeinen schneller und stabiler.

Die Downloadzeit hängt von der Größe der Aktualisierung sowie von der Geschwindigkeit der Internetverbindung an Ihrem Standort ab.

Sicherheitssoftware und -hardware kann zu Fehlern beim Download und/oder bei der Installation führen.

Das klingt alles stark nach Aspekten im Zusammenhang mit dem PC, worauf ich mich aber gar nicht bezogen habe. Das Verständnis für mein Problem ist im Grunde nicht vorhanden. Allenfalls kann man einen Bezug zu dem gekauften Navi herstellen, was bei dem Hersteller aber keine große Überraschung ist.

Leider ist das kein Einzelfall und vor allem nicht spezifisch für Tomtom. Oft hat man den Eindruck, dass nur wenige Worte in den ersten Support-Kontakten wirklich aufgenommen werden und dann möglichst schnell auf eine Antworttaste gedrückt wird. Vielleicht sitzt ein Stefan Raab am anderen Ende und in Wirklichkeit machte es MÖÖÖP und das Ticket war schneller geschlossen als ich eine Antwort schreiben könnte.

Kontakt 2

Nun gut, zweiter Versuch, ich formuliere es nochmal anders:

Leider hat diese Antwort absolut nichts mit meiner Frage zu tun.

Mein Problem besteht darin, dass ich beim Betrieb des Tomtom im Auto keine Verbindung zu den Tomtom-Services bekomme. Das bedeutet, dass ich keine Echtzeit-Verkehrsdaten erhalte und auch nicht auf Radarkameras hingewiesen werde. Jeder Versuch, eine Verbindung aufzubauen wird mit der Fehlermeldung „Ups, dieser Dienst steht vorübergehend nicht zur Verfügung“ beantwortet.

Hoffen wir, dass es diesmal verständlicher war. Ich melde mich.

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Git-Flow in Eclipse, Update

Man muss bedenken, dass es sich um einen „Nightly Build“ handelt. Da sind gewisse Probleme absolut verständlich. Ich habe den Eindruck, über ein paar Probleme gestolpert zu sein, aber ich kann diese im Moment in einem Minimalbeispiel nicht mehr nachvollziehen.

Ich muss übrigens jeden Tag in der Eclipse-Marketplace-Ansicht das Projekt „Gitflow Nightly“ heraussuchen und auf den Button „Installed“ klicken, um nach Updates zu suchen. Mühsam, unlogisch (was den Button betrifft), aber machbar. Immerhin ist das ja alles kostenlos, da soll man nicht meckern 🙂

Für alle Fälle ist hier der Bugtracker des Projektes.

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Git-Flow in Eclipse

Wie ich gerade feststellte, ist in Eclipse Mars.2 Version 4.5.2 unter Linux die direkte Unterstützung von Git-Flow enthalten. Damit ist es nicht mehr nötig, zwischendurch auf die Konsole zu wechseln, um einen Git-Flow-Befehl einzugeben! Hier gibt es eine Kurzanleitung (englisch).

In Windows 7 gestaltet sich das etwas schwieriger. Hier muss man im Eclipse Market Place erst noch das Projekt „Gitflow Nightly“ installieren.

Egal ob nun ein bereits existierendes Git-Repository geklont oder lokal ein neues angelegt wird, muss danach aus dem Kontextmenü des Projektes noch der Befehl „Team –> Init Git Flow“ ausgeführt werden. Hierin bestätigt man (etwas eleganter als in der Konsole mit „git flow init“) die Einstellungen:

Git Flow Init

Danach steht der Befehlssatz wie folgt im Kontextmenü an der Stelle zur Verfügung:

eclipse-git-flow

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Hg Flow

Während der Beschäftigung mit dem vor ein paar Tagen erwähnten Git-Flow kam mir die Idee, das Modell auch auf Mercurial anzuwenden.

Gut dass ich zunächst nach dem Stichwort „hg flow“ gesucht habe! So stieß ich auf das Projekt hgflow. Ich habe noch keine Erfahrung damit gesammelt, denke aber, dass es eine gute Umsetzung darstellt.

Einen ausführlichen (englischen) Text dazu gibt es im Wiki des Projektes selbst.

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Die Vorteile von Scrum und wofür es gedacht ist

Immer wenn ich versuche, jemandem Scrum zu erklären, weiß ich nicht, wo ich anfangen soll. Zu viele Dinge gehen mir durch den Kopf, aber eine gute Idee hatte ich noch nicht gefunden. Also dachte ich, ich frage mal jemanden, der sich damit auskennt: Meinen Kollegen Patrick Koglin. (-cj)

Scrum ist ein leichtgewichtiger, agiler Management-Rahmen für die Umsetzung von Projekten mit einfachen Regeln. Das Vorgehen liefert ein inkrementelles Prozessmodell. Die wesentlichen Grundzüge zeigt dieser Artikel. Er ist durch die Idee von Christoph Jüngling entstanden. Dabei stehen die Vorteile und der Einsatzort im Vordergrund.

Analyse Design Test Details

Im zweiten Teil wird eine Möglichkeit vorgestellt, einen ersten Eindruck von Scrum zu erhalten.

Starten wir direkt mit dem Schritt, der viele zum Umdenken bewegt, und tauchen anschließend in die Vorteile dieser Arbeitsweise ein.

Die Vorteile von Scrum und wofür es gedacht ist weiterlesen

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Ein paar Links zu Git-Flow

Aus gegebenem Anlass hier ein paar Ressourcen zu Git-Flow:

Natürlich gibt es unzählige weitere Treffer, zu finden in der Suchmaschine deines Vertrauens 🙂

Ein Artikel zu Git-Flow, was das ist, wofür man es verwendet und warum man es braucht (oder auch nicht) ist in Vorbereitung. Demnächst in diesem Theater!

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Unittests für die Kommandozeile

Unsere Kaffeemaschine wird zwangsläufig über die Kommandozeile aufgerufen. Das wäre selbst dann noch der Fall, wenn wir eine graphische Oberfläche hätten und der Benutzer zum Start auf ein Icon doppelt geklickt hätte. Unter der Haube werkelt halt immer noch die gute alte Konsole. Da ist es nur logisch, auch diesen Aufruf einigen Unittests zu unterziehen.

Die Rechtschreibkorrektur schlug als Alternative für das ihr unbekannte „Unittests“ übrigens „Unsitte“ vor 🙂 Weit gefehlt! Es wäre eher eine Unsitte, Unittests nicht durchzuführen.

Das Dumme an unserer bisher so eleganten Lösung für die Kommandozeilen-Parameter ist, dass wir so recht gar nicht wissen, wie die Parameter eigentlich in unser Programm gelangen. Da scheint etwas Magie im Hintergrund zu werkeln! Und in der Tat, genau so ist es.

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Zurück an die Arbeit!

Es ist gut, dass das mal jemand ausspricht beziehungsweise schreibt. Zu oft ist man in der Tretmühle gefangen, ohne sie wahrzunehmen. Mag sie nun mit Worten wie „das haben wir schon immer so gemacht“ ausgesprochen oder stillschweigend gelebt werden. Viel zu oft habe ich in meinem Umfeld darauf hingewiesen, leider meistens erfolglos. Nun steht es geschrieben, und das ist ja etwas anderes. Hier meldet sich jemand zu Wort, der es wissen muss. Ein hochbezahlter „Externer Berater“. Jetzt passiert endlich etwas. Hoffentlich.

Nun bin ich ja nie der gewesen, der gerne Theater spielt. Authentizität liegt eher in meiner Natur als irgendeine Rolle zur Schau zu stellen. Doch zu erfahren, dass ich unbewusst wohl doch zu den Schauspielern gehöre, ist schon ein harter Schlag. Wie konnte es dazu kommen? Ach so, worum geht es eigentlich? Es geht um Arbeit, die keine Arbeit ist. Denn einen erheblichen Teil unserer Arbeitszeit arbeiten wir eigentlich gar nicht, sagt Lars Vollmer. In seinem neuen Buch „Zurück an die Arbeit“ geht er ziemlich hart mit uns ins Gericht. Meetings, Mitarbeitergespräche, Budgetverhandlungen und dergleichen mehr sind also keine Arbeit, sagt er. Das ist Theater, eine Posse, bestenfalls noch sozial notwendiges Geplänkel, aber nicht produktiv, es dient nicht dem Kunden.

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Anforderungsmanagement

Die einen ignorieren es, andere wollen es dogmatisch mit tausenden von Dokumenten abgesichert wissen: Anforderungsmanagement. Es ist ein schwieriges Thema, und wie der Volksmund so schön sagt: „Allen Leuten recht getan ist eine Kunst, die niemand kann!“

Einig sind sich viele zumindest darin, dass so etwas nötig ist. „Wer nicht weiß, wo er hin will, braucht sich nicht zu wundern, wenn er ganz woanders ankommt.“ Doch wie viel Aufwand für die Erfassung und Dokumentation der Anforderungen (engl. „requirements“) ist wirklich sinnvoll?

Anforderungen sollten …

  • vollständig
  • atomar
  • eindeutig
  • verständlich
  • identifizierbar
  • widerspruchsfrei
  • erfüllbar
  • überprüfbar

… sein. Siehe dazu auch den Artikel Anforderungsanalyse in der Wikipedia. Darin findest du nicht nur einige theoretische Erläuterungen, sondern auch weiterführende Links. An dieser Stelle will ich nur mit kurzen Worten beschreiben, was es mit diesen „Anforderungen an Anforderungen“ auf sich hat.

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PyDay: Die listige Python (2)

Letzte Woche beschrieb ich ein Problem, heute nun die Lösung. Oder hast du es bereits selbst herausgefunden?

Wir erinnern uns: Es ging um die Sortierung einer Kundenliste nach Umsätzen. Dazu hatte ich eine einfache Klasse entworfen, die den Namen und den aktuellen Umsatz des Kunden enthält. Das Problem war nun, dass Klassenobjekte nicht sortierbar sind, weil deren Reihenfolge nicht definiert ist.

Ich dachte zunächst, mir mit einem simplen (aber genialen!) Trick helfen zu können. Ergänze ich die folgende Methode in der Klasse, …

  1. def __str__(self):
  2.     return self._name

… dann wird dieses möglich (Zeile 7):

  1. kunde1 = Kunde('Müller', 69000)
  2. kunde2 = Kunde('Meier', 42000)
  3. kunde3 = Kunde('Schulze', 23000)
  4.  
  5. print(kunde1, kunde2, kunde3)

Leider funktioniert das nicht mit der sort-Funktion. Daher nun der andere Trick, der auf jeden Fall funktioniert. Wir brauchen dazu eine zusätzliche Funktion, die eine solche Klasse wie oben übergeben bekommt und den Umsatz als Rückgabewert liefert:

  1. def umsatz_von_kunde(kunde):
  2.     return kunde.umsatz()

Nun können wir nach Instanzierung der drei Kunden die Liste zusammensetzen (Zeile 10), probeweise ausgeben (12-14), sortieren lassen (16) und noch einmal ausgeben (ab 17):

  1. kundenliste = [kunde1, kunde2, kunde3]
  2.  
  3. print('Vor der Sortierung:')
  4. for kunde in kundenliste:
  5.     print ('   {0}: {1}'.format(kunde.name(), kunde.umsatz()))
  6.  
  7. kundenliste.sort(key=umsatz_von_kunde)
  8. print('Nach der Sortierung:')
  9. for kunde in kundenliste:
  10.     print ('   {0}: {1}'.format(kunde.name(), kunde.umsatz()))

In Zeile 16 erhält die Sort-Methode mit dem benannten Parameter „key“ die Referenz auf die Funktion, die den für die Sortierung verwendeten Wert liefert. Kleine Änderung, große Wirkung! Genial, oder?

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