Wochenschau 5/2022

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Herzlich willkommen heute zur Schweden-Ausgabe meines Wochenrückblickes, dank mobilem Internet (nunmehr von Telenor, da Tre seine Prepaid-Karten einstellt) mitten aus dem verschneiten Winterwald!

Hellseher bei Biontech?

Ein erst im Dezember 2019 aufgetretenes Problem konnte von Biontech offenbar bereits zwei Jahre zuvor erkannt werden. Beeindruckend! Oder aber der Beginn einer neuen Verschwörungstheorie. Oder sogar die Wahrheit, denn solche Geschäftsberichte sind ja öffentlich einsehbar …

Telefonnummern nicht (mehr) verlässlich

Wie ein mir persönlich bekannter Kollege auf Facebook berichtete, hat er einen Fake-Support-Anruf von Microsoft bekommen. Laut seiner Aussage wurde dabei sogar eine Rufnummer aus Seattle angezeigt! Seattle liegt in der Nähe von Redmond, dem Sitz von Microsoft in den USA.

Mit einem “normalen” Telefon ist es nicht möglich, eine andere Rufnummer zu übertragen, als tatsächlich zugewiesen ist. Das war lange Zeit ein gutes Indiz für die Identität des Anrufers. Inzwischen scheint diese Information nicht mehr verlässlich zu sein. Meine Vermutung dazu wäre, dass spezielle (modifizierte?) Voice-over-IP-Server dies ermöglichen könnten. Ein legaler Nutzen könnte zum Beispiel sein, dass ein Callcenter im Namen eines Kunden agiert, und sich dann auch als diesen identifiziert. Natürlich ist so eine Technik auch leicht missbrauchbar, sobald sie einmal existiert.

Das übliche Ziel dabei ist, dass die Leute eine Fernwartungssoftware auf eurem Rechner installieren oder die Windows-internen Möglichkeiten (“Remote Desktop”, “Hilfe anfordern”) verwenden. Sobald das der Fall ist, haben sie vollen Zugriff auf euren Rechner, auch wenn ihr davon nichts merken werdet!

Bitte seid also vorsichtig! Solche Anrufe gibt es seit den 90er Jahren. Ihr könnte jedoch sicher sein, dass Microsoft es sich nicht leisten kann, weltweit alle User anzurufen, um ein Problem zu lösen, das diese noch gar nicht bemerkt haben!

Wenn Zertifikate die Pandemie überdauern

Laut einem Artikel in der NZZ am Sonntag “soll das Zertifikat auch im Inland weiterhin zur Anwendung kommen” (gemeint ist hier natürlich die Schweiz). “Bund und Kantone wollen Zutrittsbeschränkungen rasch reaktivieren können” heißt es in dem Artikel.

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Hinweis: Leider kann ich den Artikel nicht vollständig lesen, da die NZZ dafür eine Anmeldung von mir verlangt. Über den Preis wird dabei nichts gesagt, und ich habe keinerlei Interesse, einen langen juristischen Text durchzulesen, nur um dann einen (vielleicht kostenfreien) Artikel lesen zu dürfen.

Update: Hier noch ein Link zu einem anderen Portal, wo der betreffende Artikel vollständig lesbar iist.

Passwort regelmäßig ändern – oder lieber doch nicht?

Sascha Kurau beschäftigt sich in seinem Blog mit der alten Frage, ob man regelmäßig sein Passwort ändern sollte. Auch ich habe dies gelegentlich erwähnt. Das Dilemma dabei ist immer, dass es ja nicht nur um ein einziges Passwort geht! Und man muss sich diese Passwörter auch alle merken. Oder nicht? In dem Artikel werden durchaus auch Gründe erwähnt, wieso man das Passwort ändern sollte, aber eben nicht unbedingt auf regelmäßiger Basis. Und eine Lösungsempfehlung gibt es auch, z.B. Keepass oder Zweifaktor-Authentifizierung (“2FA”).

Pass auf, was du isst!

Das ist generell eine gute Idee, denn nicht alles, was schmeckt, ist auch gesund. Aber darum geht es diesmal nicht. “Wer Steak mit Pommes ist, ist politisch Rechts” So lautet offenbar das Credo einiger im Netz, ausgelöst durch ein Statement des Kandidaten der Kommunistischen Partei Frankreichs, Fabien Roussel. Dieser soll laut Heise Telepolis im Radio gesagt haben, “ein guter Wein, gutes Fleisch und guter Käse” mache die gute französische Gastronomie aus. Den Rest machte dann die Reaktion “des Netzes”.

So schnell wird man in die Rechte Ecke gestellt, nur weil man die “falschen” Sachen gegessen hat.

Für den Urlaub bezahlen lassen

Sandstrand mit blauem Meer und blauem HimmelBüroautomation ist durchaus Teil der Arbeit eines Softwareentwicklers, nicht von allen, aber von einigen sicher. Wenn man das gut macht, lässt sich eine Menge Arbeit sparen, was ja auch der Sinn der Sache ist. Das hat sich der User mit dem Pseudonym “Throwaway59724” auf Reddit auch gedacht. Er programmierte ein Script, das seine (zugegebenermaßen sehr stupide) Arbeit automatisiert – und ließ es sich dank Corona im Homeoffice gut gehen. Den ganzen Artikel gibt es hier.

 

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2 Kommentare

  1. Zum Hellseher-Abschnitt:
    1.
    Ein Geschäftsbericht für 2019 wird garantiert erst 2020 verfasst. Dann schreibt man wahrscheinlich nicht “wir haben etwas entwickelt, was wir jetzt soundso nennen”. Ich denke, man nennt es so, wie es zum Zeitpunkt der Publikation heisst. Das wäre eine einfache Erklärung. Aber wieso einfach…

    Die Forschungen im Zusammenhang mit den Sars-Viren laufen schon länger. Ist doch super, wenn man frühzeitig erkennt, dass Teile aus dem Baukasten verwendet werden können.

    3.
    Die Gates-Foundation hat ab 2015 Pläne entwickelt, was man bei einer Pandemie tun sollte. In einem Interview nach dem Ausbruch, war der gute Bill sehr betroffen darüber, dass man an alles mögliche gedacht hat, nur nicht an die Bevorratung von 7 Milliarden Glasfläschchen für evtl. Impfungen. Auch so eine Sache, welche furchtbar gern aus dem Kontext gerissen wird.

    Natürlich habe ich zu allem auch eine eigene Meinung, nur kann ich bestimmte Sachen nicht mehr hören. Es ist soviel Unsinn dabei.

    1. Alles logisch und wahrscheinlich richtig. Doch frage ich mich, wenn es so einfach zu erklären ist, wieso diese Erklärung(en) dann nicht von Biontech selbst vorgebracht werden.

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