Inhalte gegen Bezahlung

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Die Zeit wartet auf niemanden
Die Zeit wartet auf niemanden

Drei Monate seien wie eine Ewigkeit, hieß es damals in den Usenet-Foren. Alle Diskussionen, und seien sie auch noch so intensiv geführt worden, würden sich nach dieser Zeit mehr oder weniger genau so wiederholen. Das Netz vergisst schnell.

Aber auch das Gegenteil ist zu hören, nicht erst seit Edward Snowden: „Das Netz vergisst nichts“. Vieles ist in den letzten Jahren passiert, und nicht alles davon würden wir uns zu wiederholen wünschen, stünden wir vor dieser Entscheidung.

Auf heise.de las ich gerade einen interessanten Artikel über die Zukunft des Journalismus‘. Anlässlich des 20jährigen Geburtstags von Heise Online schreiben Journalisten darüber, was in den letzten 20 Jahren passiert ist. Interessant ist dabei die Einschätzung von Markus Schwarze über die Textlänge:

Lange, ausführliche Texte mit ordentlicher Strukturierung funktionieren im Digitalen besser als kurze, das haben die vergangenen 20 Jahre gezeigt.

Aber auch die Frage der Vermarktung zeigt, dass hier ein entscheidendes Potential oft (zumindest bei mir) ungenutzt bleibt:

Gut laufen Artikel meist nur dann, wenn sie über Social Media und einem sehr ansprechend gestalteten Newsletter (…) hervorgehoben werden.

Der Autor beschäftigt sich auch mit der Frage, ob es sinnvoll ist, Inhalte einer Website komplett hinter eine sog. „Paywall“ zu stellen, also nur noch gegen Bezahlung lesbar zu machen. Er kommt bei dem konkret betrachteten Fall zu dem Schluss, dass die Einnahmen sehr überschaubar sind.

Dem muss ich leider zustimmen. Die Donations via Bitcoins haben bislang überhaupt nichts ergeben. Mal sehen, wie es sich nun mit Flattr entwickelt. Aber ich will nicht jammern. Ich schreibe, weil es mir Spaß macht. Und einige Zuwendungen erhält man ohnehin nicht-monetär.

Dennoch sind viele Dinge zu bedenken, und es wird keineswegs nur einen Königsweg geben. So steht auch eine Empfehlung (für mich persönlich kaum umsetzbar) ganz oben auf der Liste:

Die Ereignisse live und vor Ort zu verfolgen und in Form der zwei Hauptformate Liveticker/Social Media und abgehangene Zusammenfassung darzustellen, wird für Redaktionen zunehmend zur Pflicht.

Wir werden sehen, wohin die Reise geht.

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AuthorChristoph Jüngling

Selbständiger Softwareentwickler und Seminarleiter

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